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Frühlingserwachen auf dem Freilichtmuseum Höllberghof

Unter Anleitung der Lübbenauerin Barbara Fix (2.v.l.) übten sich die Luckauer Tobias (l.) und Tabea (r.) Kühne auf dem Höllberghof erstmals in der Verzierung von Ostereiern mit der Wachs-Batik-Technik.
Unter Anleitung der Lübbenauerin Barbara Fix (2.v.l.) übten sich die Luckauer Tobias (l.) und Tabea (r.) Kühne auf dem Höllberghof erstmals in der Verzierung von Ostereiern mit der Wachs-Batik-Technik. FOTO: Keilbach/bkh1
Langengrassau. Mit einem vielfältigen Programm und zahlreichen Angeboten zum Zuschauen und Mitmachen für kleine und große Besucher ist das Freilichtmuseum Höllberghof am Ostersonntag in die Saison 2015 gestartet. Bei zumeist strahlendem Sonnenschein erlebten Hunderte Familien ein unterhaltsames Ostertreiben in der erwachenden Natur. B. Keilbach/bkh1

Für die Jüngsten war Hase "Lucki" eindeutig der Star des Tages. Ganz nah durften sie ihm kommen, die Mutigsten streichelten sogar sein weiches Plüschfell. So wie der dreijährige Julian Peters, der mit Bruder Maximilian und Mutter Mandy zum Höllberghof kam. "Ostern hier in der Natur ist zu erleben, ist sehr schön. Die Kinder haben Spaß und schon Osternester gesucht und dann die Eier auf der Walei getrudelt", sagte die Berlinerin. Auch der zweijährige Keenan Borch war ganz fasziniert vom Hasen mit dem Körbchen, in dem die bunten Eier lagen. Oma Bärbel Borch hatte ihren Enkel und Tochter Kathrin zum Höllberghof gelotst. "Ich kenne ihn schon, seit er aufgebaut wurde und für die Kinder ist es immer ein Erlebnis", sagte die Görlsdorferin. Im Projektraum des Dreiseitenhofes bewunderte Silka Pallmann den kräftigen braunen Ton der mit Walnussschalen gefärbten Eier von Annemarie Trölenberg. "Dafür nehmen Sie die grüne Schale, in der die Nuss steckt, wenn sie vom Baum fällt", erläuterte die Spinntefrau aus Duben. Die Schale werde beim Trocknen dunkel und gebe diese Farbe dann ans Ei ab. Im Herbst werde sie die Schalen vom Walnussbaum des Nachbarn dafür sammeln, "dann kann ich im nächsten Jahr so schöne braune Eier färben", sagte die Berlinerin entschlossen.

Am großen Werkstatt-Tisch nebenan betupften Tabea und Tobias Kühne aus Luckau ausgeblasene Eier mit Bienenwachs-Tupfen, die nach jedem Farbbad vorsichtig abgelöst wurden. Das Verzieren mit der Wachs-Batik-Technik brachte ihnen Barbara Fix aus Lübbenau nahe. Zuvor waren die Zwölf- und der Achtjährige auf Eiersuche, wie ihre Mutter Katy Kühne erzählt. "Die Eier waren richtig gut versteckt, eins hat Tabea sogar in einem Nistkasten gefunden." Als Erlebnisort für sich und die Kinder hatte die Luckauerin den Höllberghof im vorigen Jahr beim Kürbisschnitzen entdeckt. "Als wir die Ankündigung in der Zeitung lasen, stand unser Ziel für den Ostersonntag fest", ergänzte sie.