Ruhestörung, Müll und Blumendiebstahl – damit soll es auf dem Vetschauer Friedhof bald vorbei sein. Zumindest erwartet man sich das bei der Fraktion von Bündnis 90 / Grüne, wenn der Zugang in der Straße des Friedens geschlossen wird. In einem Antrag der Fraktion heißt es weiter, dass sich nach dem Abriss eines Wohnblocks Anfang diesen Jahres in der Wilhelm-Pieck-Straße die Möglichkeit ergibt, östlich des Friedhofs eine Wegverbindung zu nutzen. Nach Schließung des Tors würde sich der Weg für Bewohner des Wohngebiets Straße des Friedens zum Friedhof daher kaum verlängern. Zugleich wäre die Ruhestätte von „Durchgangsverkehr“ entlastet.

Mehrheit der Vetschauer Stadtverordneten zeichnet sich ab

Im Hauptausschuss vergangene Woche zeigten sich die Stadtverordneten dem Vorschlag gegenüber aufgeschlossen. Mit deutlicher Mehrheit wurde der Antrag befürwortet, über den abschließend in der Stadtverordnetenversammlung am 1. Oktober entschieden wird. Nur Hans-Ulrich Reuter (SPD) stimmte mit Nein. Ihm erschließt sich nicht, warum verhindert werden soll, von der Straße des Friedens aus über den Friedhof gehen zu können. Ein Friedhof sollte nicht verriegelt werden, sagte Susan Götze (Linke). Andreas Malik (CDU) indes begrüßte den Vorschlag. Zugleich erkundigte er sich, ob in dem Wohngebiet ein Fußweg entstehen soll, den die Bewohner nutzen können, um die östliche Friedhofseite zu erreichen. Dazu gab es noch keine Auskunft. Winfried Böhmer (Grüne) rät, den Weg entlang eines Trampelpfads zu bauen, der sich nach Schließung des Nordzugangs bildet.