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| 17:36 Uhr

Straßenbauprojekt
Freie Fahrt auf Kraftwerkstraße

Durchfahrt verboten! – das ist seit gestern Geschichte auf der Kraftwerkstraße am Rande der Lübbenauer Neustadt. Mitarbeiter einer Verkehrstechnik GmbH haben die Sperrung abgebaut und die Schilder verladen. Der Verkehr muss nun nicht mehr die Umleitung über die Güterbahnhofstraße nehmen.
Durchfahrt verboten! – das ist seit gestern Geschichte auf der Kraftwerkstraße am Rande der Lübbenauer Neustadt. Mitarbeiter einer Verkehrstechnik GmbH haben die Sperrung abgebaut und die Schilder verladen. Der Verkehr muss nun nicht mehr die Umleitung über die Güterbahnhofstraße nehmen. FOTO: Daniel Preikschat / LR
Lübbenau. Nach vier Monaten Bauzeit ist der wichtige Verkehrsweg am Rande der Neustadt top saniert.

Kaum fertiggestellt, konnte die Regenentwässerung der sanierten Kraftwerkstraße gleich ihre Funktionstüchtigkeit unter Beweis stellen. Denn vor der Freigabe hatte es in Lübbenau noch stark geschneit. Als Landrat, Bürgermeister, Planer und Vertreter der bauausführenden Firmen am Nachmittag dann aber das obligartorische Band durchschnitten, kam die Sonne raus und die nasse Fahrbahn glitzerte vorweihnachtlich.

1050 Meter lang ist die sanierte Strecke, wie Landrat Siegurd Heinze kurz vor dem Scherenschnitt erinnerte. 960 000 Euro habe der grundhafte Ausbau samt Planung gekostet. Teil des Bauprojekts war der Ausbau von 765 Metern Gehweg und der Einbau eines 25 Meter langen Regenwasserdurchlasses entlang der Kleingartenanlage „Jugend“. Die Kleingärtner hatten es gemeinsam mit der Stadt Lübbenau hinbekommen, dass der  Kanal in das Bauprojekt mit aufgenommen wird. Damit sollte es künftig keine Überschwemmungen der Sparte nach Starkniederschlägen mehr geben. Für Bürgermeister Helmut Wenzel ist der Ausbau der Kraftwerkstraße ein Beispiel „gelebter interkommunaler Zusammenarbeit“. Haben doch der Landkreis OSL, die Stadt Lübbenau und die LMBV trefflich kooperiert bei dem Projekt. Auf 220 000 Euro konnten die Kommunen ihren Eigenanteil begrenzen.

Wie geplant wurde die grundhafte Sanierung auch realisiert. Als es im August diesen Jahres losging, hatten die Planer den 8. Dezember 2017 als Fertigstellungstermin im Blick, so Landrat Heinze. Gestern war der 14. Dezember, somit gelang fast eine Punktlandung.

Auf bestem Wege kann nun also von der L49 aus wieder die Neustadt und das Industrie- und Gewerbegebiet von Lübbenau erreicht werden. Was unter anderem auch Kaufland-Logistik freuen dürfte, die sich am Standort vergrößern. Deutlich reduziert worden ist außerdem die Lärmbelastung für die Anwohner. Es rumpelte gehörig, wenn der Schwerlastverkehr über die mehrfach gebrochene Betondecke und die Stöße an den Fugen rollte.

Mit Umleitungsverkehr aber werden die Lübbenauer in der Neustadt auch weiterhin leben müssen, sagte Helmut Wenzel. Der Bau des Kreisverkehrs am Roten Platz steht bevor. Ein Jahr lang etwa, schätzt der Bürgermeister, sei mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.

Die Kraftwerkstraße selbst ist auch noch nicht auf voller Länge in top saniertem Zustand. Den Abschnitt zischen der Güterbahnhofstraße und der L 49 haben die Straßenbauer noch nicht angefasst. Erst im Zuge der Realisierung des schrankenlosen Verkehrskonzeptes für Lübbenau werden die rund 50 Meter mit saniert.

Eitel Sonnenschein herrschte bei der Freigabe der Kreisstraße.
Eitel Sonnenschein herrschte bei der Freigabe der Kreisstraße. FOTO: Daniel Preikschat / LR