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| 16:05 Uhr

Tribut an ACDC
Als die Rosen Trauer trugen

 Mit einer Hommage an ihre Idole AC/DC ließ „Black Rosie“ das Schützenhaus beben. Die Bühne durften sie erst nach mehreren Zugaben verlassen.
Mit einer Hommage an ihre Idole AC/DC ließ „Black Rosie“ das Schützenhaus beben. Die Bühne durften sie erst nach mehreren Zugaben verlassen. FOTO: Uwe Hegewald
Altdöbern. Frauen-AC/DC-Tribute-Band „Black Rosie“ entfacht musikalisches Feuerwerk im Schützenhaus Altdöbern. Von Uwe Hegewald

Wenn Seismologen Samstagnacht Anzeichen eines kleinen Erdbebens registrierten, dieses aber nicht zuordnen konnten – hier die Erklärung: „Black Rosie“ gastierte im Altdöberner Schützenhaus und unterzog dem Kulturtempel einen Belastungstest.

Bei Klassikern wie „Hells Bells“, „Highway to Hell“ oder „Thunderstruck“ waren Ängste begründet, die Mädels würden die Hütte musikalisch zerlegen. „Es ist schade, dass Bernhard Dase aufhört. Vor einem Jahr haben wir diesen Laden hier entdeckt und jetzt soll nach zwei Konzerten schon wieder Schluss sein“, haderte Karolina „Karo“ Blasek. Den (fast) letzten Titel „TNT“ widmete die Frontsängerin deshalb dem Wirt, der am 30. Juni nach 41 Dienstjahren die Schützenhaustür hinter sich zuzieht.

Das Quintett mit Musikerinnen aus Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt durfte ihn noch als Charmeur kennenlernen, reichte er doch jedem der Mädels vor dem Konzert eine Rose. An den Mikrophon-Ständern angebracht, verliehen die Blüten dem Treiben auf der Bühne zusätzlichen Glanz. „Bernhard Dase und seine Frau Karin haben die Messlatte für ihre Nachfolger sehr hoch gelegt. Hier geht eine Ära zu Ende“, befand Peter Krause.

Als professioneller „Plakate-Macher“ weiß der Altdöberner, welche Rock- und Bluesgrößen im Schützenhaus zu den Instrumenten griffen. Einige zieren noch immer die Wände im Gastraum und erinnern an mitreißende und manchmal auch spektakuläre Konzerte. Matthias Lachmann hofft, dass die neuen Pächter des Schützenhauses die kulturelle Tradition im Rahmen ihrer Möglichkeiten fortsetzen. „Derzeit befinden sich Amtsverwaltung und Nachfolger in der Ausarbeitung eines neuen Pachtvertrages“, so der Altdöberner Gemeindevertreter.

Vielleicht steuert „Black Rosie“ irgendwann noch einmal die Kultstätte auf dem Weinberg an, um und AC/DC-Fans zu elektrisieren. Wie beim Konzert Samstagnacht, für das die Vorsitzende des OSL-Kreistages, Martina Gregor-Ness, nur vier Worte benötigte: „Die coolste Frauentagsfeier überhaupt.“

 Mit einer Hommage an ihre Idole AC/DC ließ „Black Rosie“ das Schützenhaus beben. Die Bühne durften sie erst nach mehreren Zugaben verlassen.
Mit einer Hommage an ihre Idole AC/DC ließ „Black Rosie“ das Schützenhaus beben. Die Bühne durften sie erst nach mehreren Zugaben verlassen. FOTO: Uwe Hegewald