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| 13:27 Uhr

Ausstellung
Ein Spiel aus Licht und Farben

Interessiert betrachten die Besucher die Ergebniss des Vetschauer Fotowettbewerbs.
Interessiert betrachten die Besucher die Ergebniss des Vetschauer Fotowettbewerbs. FOTO: LR / Brendel
Vetschau. Fotoausstellung im Vetschauer Rathaus lädt zum Träumen ein.

Allein schon die Titel laden zum Träumen ein: „Sonnenuntergangszauber“, „Abendträume“, „Sonnenspiel“, „Naturerwachen“, „Der Spreewald geht schlafen“. Der diesjährige Fotowettbewerb der Stadt Vetschau, der diese Woche im Schlossfoyer Vetschau eröffnet wurde, stand dabei unter dem Motto „Vetschau/Spreewald ins richtige Licht gesetzt.“ Dass dieser Leitspruch die Kreativität zahlreicher Hobbyfotografen oder auch Fotoexperten geweckt haben muss, beweist schon die Teilnehmerzahl des Fotowettbewerbs von 45 Personen. „Ein beachtlicher Rekord“, stellt Steffen Römelt, Organisator des Wettbewerbs der letzten Jahre, zufrieden fest. Sonst seien es in der Regel um die 25 Teilnehmer gewesen. Noch relativ bescheiden startete man vor zehn Jahren im ersten Fotowettbewerb dieser Art mit gerade einmal 16 Teilnehmern. Doch nicht nur die Teilnehmerzahl, sondern auch die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Der Vetschauer Bürgermeister Bengt Kanzler, der die Ausstellung am Dienstag eröffnete, lobte begeistert das allgemeine Engagement für den Fotowettbewerb und machte deutlich, dass viele Fotos großes Potenzial aufwiesen. Mit einem Glas Sekt in der Hand konnte sich nach Ausstellungseröffnung in offener Runde den angehenden Meistern der Fotokunst gewidmet werden.

Beteiligt waren beispielsweise Vertreter des Fotozirkels Vetschau, wie Heiko Hohmann, der Technik und Raffinesse der Fotobeiträge mit fundiertem Wissen erläutern konnte. „Den richtigen Moment im Spiel des Lichtes und der Farben abwarten zu können, das ist die große Kunst der Fotografie“, wie er erklärte. Bettina Stahr, ebenfalls Mitglied des Fotozirkels und Teilnehmerin am Wettbewerb, bemerkte zu diesem Aspekt: „Ich weiß nicht, wie viele Bilder ich gemacht habe, und von den vielen war dann dieses eine Herausragende dabei.“ Neben diesen Experten der Fototechnik waren aber auch Laien unter den Teilnehmern, deren Beiträge ganz spontan und zufällig entstanden sind, wie jener von Ines Kuba. Auch Karsten Rasch, der als regelrechter Heimatforscher der Stadt Vetschau bezeichnet werden könnte, verdankte seinen Schnappschuss dem passenden Augenblick des Lichtspiels seines Fotomotivs: „Ich sammle und fotografiere alles, was die Stadt Vetschau betrifft. Da war dieses eine Foto dabei, was ganz zufällig entstand und doch irgendwie aus der Masse herausstach.“

Die Heimatliebe der Vetschauer wurde noch an anderer Stelle offensichtlich, denn gerade das Motiv der Wendisch-Deutschen Kirche wurde allein in sieben Fotografien eingefangen. Auf diesen war unmittelbar erlebbar, wie unterschiedliche Momente und verschiedenste Emotionen in ein und demselben Motiv vermittelt werden können.

Die 45 Teilnehmer, die mit jeweils einer Fotografie vertreten sind, dürfen auf jeden Fall gespannt sein. Neben einem Jurypreis werden auch Publikumspreise für die drei beliebtesten Fotos vergeben, die dann auf dem diesjährigen Vetschauer Weihnachtsmarkt bekannt gegeben werden. Viele der Besucher nutzten schon in diesen Tagen die Chance, ihre Stimme für ihren Fotofavoriten abzugeben. Einige der Besucher ließen ihre Entscheidung jedoch noch offen, denn man habe die Qual der Wahl, bei solcher Bandbreite an Beiträgen, wie Bettina Stahr nochmals darlegt. Bis Anfang Dezember kann für die beliebtesten Fotos noch abgestimmt werden.

Nach der Preisverleihung im Dezember 2018, werden auch die Schöpfer der noch anonymisierten Fotos dem Publikum bekannt gegeben. Dabei hebt Steffen Römelt nochmals hervor, dass es hierbei nicht ausschließlich um die Preise gehen sollte, sondern dass durch alle Teilnehmer ein „positiver Effekt für die Stadt“ geleistet werde. Wer sich von der Vielfalt dieser Ausstellung verzaubern lassen möchte, hat noch bis zum Januar 2019 die Gelegenheit. Ein Lichterspiel in Farben lädt Sie zum Träumen ein.