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| 18:48 Uhr

Tag der offenen Tür
Förderung junger Talente

 Die beiden Mitglieder des Erfinderclubs Samuel Ebisch und Nick Hübner zeigten Arbeiten und Projekte aus ihrer Arbeitsgemeinschaft
Die beiden Mitglieder des Erfinderclubs Samuel Ebisch und Nick Hübner zeigten Arbeiten und Projekte aus ihrer Arbeitsgemeinschaft FOTO: Benjamin Wepprich
Lübbenau. Paul-Fahlisch-Gymnasium Lübbenau legt zum Tag der offenen Tür Fokus auf Leistungsklassen. Von Benjamin Wepprich

Das Schulhalbjahr neigt sich dem Ende und viele Familien müssen sich entscheiden, welchen weiteren schulischen Weg ihre Kinder einschlagen werden. Entscheidend ist dafür nicht nur die Empfehlung der Grundschule, sondern auch wirtschaftliche sowie auch zeitliche Faktoren wie Entfernung und Fahrtdauer. Aus diesem Grund hat sich das Paul-Fahlisch-Gymnasium in Lübbenau am Samstag vorgestellt.

Schulleiter Matthias Lösche begrüßt in mehreren Durchgängen Eltern und deren Kinder, gibt Auskünfte zum Schulalltag, Aufnahmekriterien für das Gymnasium, welches momentan 532 Schüler besuchen und durch 45 Lehrkräfte betreut werden. Hervorgehoben werden insbesondere die gute Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, die Vielzahl an Schulprojekten, Wahlpflichtfächern und neigungsgeprägten Arbeitsgemeinschaften. Als Neuigkeit wird der Schulsanitätsdienst vorgestellt. Dieser wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst ins Leben gerufen.

Eine kleine Besonderheit stellen die alljährlichen „Leistungs- und Begabungsklassen“ dar. Diese sind für leistungsstarke und leistungsbereite Schüler, welche Begabungen auf den unterschiedlichsten Gebieten haben können. „Unser Motto ist ‚schneller, intensiver, mehr‘. Wenn man leistungsstarke Schüler in einer Klasse gebündelt hat, dann können diese schneller lernen, Zusatzangebote wahrgenommen und Unterrichtsstoff vertieft werden. Wir arbeiten sehr daran, dass die Kinder so früh wie möglich das Lernen lernen,“ erläutert der Schulleiter.

Ein kleiner Baustein, jedoch keine zwingende Aufnahmevoraussetzung, ist der mit dem Tag der offenen Tür gekoppelte Leistungswettbewerb „Kluge Kopfe gesucht“, zu dem sich 45 Kinder anmeldeten. Geprüft wird dabei das Wissen auf vier Leistungsgebieten: Mathe, Deutsch, Englisch und Sachkunde.

Während die Mädchen und Jungen in den Einzelwettbewerben über die Aufgaben grübeln,  erkunden andere Interessierte das Schulgelände. Die Schulband spielt, in der Turnhalle sind verschiedene Bewegungsmöglichkeiten aufgebaut.Auch Experimente können in den Fachräumen der Physik und Chemie mitgestaltet oder eine schnelle Partie Schach gespielt werden. Jedem Unterrichtsfach bietet sich seine eigene kleine Lobby und Aufmerksamkeit. „Bei uns im PC-Raum kann man die selbstprogrammierten Spiele der 12. Klassen ausprobieren und im Musikraum spielen meine Freunde an unterschiedlichen Instrumenten. Dort kann man auch  mitmusizieren“ sagt die aufgeweckte Paula Nopper, Schülerin der 9. Klasse.

Entspannte und gut gelaunte Lehrer und Lehrerinnen nutzen die Zeit für Gespräche mit dem Alumnus, das Schulleitungsteam steht Rede und Antwort, Arbeitsgemeinschaften zeigen ihre Arbeiten. Dazu gehört der eigene Erfinderclub der Einrichtung. Deren momentane Aufgabe besteht darin, Lego-Roboter so zu programmieren, dass sie entsprechende und vorher festgelegte Aufgaben erfüllen. „Leider ist unsere Arbeitsgemeinschaft kein reguläres Unterrichtsfach, aber ich finde es total spannend, wenn man immer wieder neue Herausforderungen hat. Zudem lernt man nicht so schnell aufzugeben und selbstständig Projekte zu organisieren“ erläutert Schüler Samuel Ebisch.

Zum Abschluss gestalten die Schüler des aktuellen Leistungsklassenjahrgangs ein kleines Programm und zeigen den Gästen, was sie bereits können.

„Wir wollten uns gemeinsam über die LuB-Klassen informieren, wie es hier so abläuft und ob mein Kind das Zeug dazu hat“, erzählt Anja Haatz mit ihrem 10-jährigem Sohn Lennard.

„Wir finden es alles sehr interessant und auch, dass die Klassen ihre Berechtigung haben“, ergänzte sie. Anja Haatz ist mit ihrem Sohn aus Altdöbern zum Termin gekommen. Wenn sie sich gemeinsam für die Schule entschließen würden, wäre die tägliche Anreise im aktuellen Vergleich beschwerlicher. „Kinder von unseren Freunden sind schon an dem Gymnasium und in diesen Klassen integriert. Die Begeisterung ist groß und es spricht sich herum, wie gut die Schule ist“, so die Mutter. Ob letztlich ein Wechsel zum Paul-Fahlisch-Gymnasium ansteht, wollen  sie trotzdem noch offenhalten. Lennard sagt dazu: „Ich denke, ich würde es hier schaffen, aber ich würde auch erstmal an meiner Grundschule bleiben“.