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Weihnachtsmarkt
Flocken, Fotos und fesche Fummel

Beim Stollenanschnitt darf Bürgermeister Werner Suchner den charmanten Damen der Bäckereien Rietze und Bubner assistieren. Feine Geste: Nach dem Verkosten trat Ortschronist Christian Lenzan den Stand, um sich zu bedanken und den Sponsoren ein gelungenes Backwerk zu bescheinigen.
Beim Stollenanschnitt darf Bürgermeister Werner Suchner den charmanten Damen der Bäckereien Rietze und Bubner assistieren. Feine Geste: Nach dem Verkosten trat Ortschronist Christian Lenzan den Stand, um sich zu bedanken und den Sponsoren ein gelungenes Backwerk zu bescheinigen. FOTO: Uwe Hegewald
Calau. Boulevard sorgt für eine willkommene Erweiterung des Calauer Weihnachtsmarktes.

Einer kleinen Zerreißprobe sahen sich am Samstag frühe Besucher des diesjährigen Calauer Weihnachtsmarktes ausgesetzt. Gehen wir zur Eröffnung der Fotoausstellung von Roland Hottas in den WBC-Infopunkt? Statten wir dem neuen Modeladen „Indeed“ einen Besuch ab oder lauschen wir den Tönen des Calauer Posaunenchores, der bekanntlich jeden lokalen Weihnachtsmarkt eröffnet?

Dass es viele Besucher auf den Rathausplatz zog, ist erklärbar. Schließlich konnte dort zugeschaut werden, wie Bürgermeister Werner Suchner den charmanten Stollenmädels aus den Backstuben Rietze und Suchner assistiert. Längst hat das Stadtoberhaupt den Dreh beim Verteilen der Gratisstollen raus. Wäre es im September mit der Wiederwahl zum Bürgermeister schief gelaufen, hätte er in einer der Calauer Bäckereien als Stollenfachverteiler anheuern können.

Soweit wollen Jacqueline Mrosk (Bäckerei Bubner) und Melanie Jahn (Bäckerei Rietze) nicht gehen. Wie alle anderen müsse auch der Bürgermeister erst eine Lehre absolvieren. Das Rathaus bleibt Arbeitsplatz von Werner Suchner, der exklusiv für die RUNDSCHAU mit einer „frohen Botschaft“ herausrückte: „Am Donnerstag, 21. Dezember, öffnen wir unseren neuen Kreisverkehr in der Innenstadt. Wichtig war uns, dass zur Eröffnung auch die Anschlussbereiche Altnauer- und Gottschalk-Straße fertiggestellt sind“, hebt er hervor. Das größte Weihnachtsgeschenk anno 2017 für die gesamte Stadt sei der Kreisel allemal – inklusive auswärtige Verkehrsteilnehmer, die die alte Schusterstadt durchqueren.

Wer dabei die Cottbuser Straße passiert, wird vielleicht schon den neuen Modeladen „Indeed“ bemerkt haben. Am 4. Dezember öffnete Monika Lux dort ihr Modegeschäft. „Drei Monate wurde ich bekniet, hier in Calau ein Geschäft zu eröffnen, was sehr gut angenommen wird“, resümiert die Inhaberin die erste Geschäftswoche. Mit der Geschäfts-Vorgängerin möchte Monika Lux nicht ständig verglichen werden. Nur so viel: „Die Lage in der belebten Cottbuser Straße lädt geradezu dazu ein, gelegentliche Events durchzuführen. Lassen sie sich einfach überraschen“, erklärt sie Besuchern der Boutique. Auch lässt sich Calaus neue Mode-Ikone entlocken, dass bei Indeed 36 Models gelistet sind. Dass Monika Lux die Entscheidung für Calau nicht leicht gefallen ist, macht sie an Vetschauer Zusammenhängen fest, wo Tage des Abschieds bevorstehen. „Zwei Modegeschäfte in gleich hoher Qualität zu führen ist nicht zu realisieren“, begründet sie. Mut, Entschlossenheit und das Verlangen, sich neuen Herausforderungen zu stellen, erinnern an Gegebenheiten des Calauer Weihnachtsmarktes 2016. Damals eröffnete Revana Lidia Rudolph in der Cottbuser Straße 39 ihr Tanzstudio. Samstag folgte die Jahresfeier, mit gelegentlichen Ausflügen auf die Weihnachtsmarktbühne. Die Showtänze von Revanas Tanzstudio „Fit by Dance“ reihten sich nahtlos ein in die Darbietungen vieler kleiner und großer Künstler.

Für den gestrigen Sonntag war der Weihnachtsmann angekündigt, der bekanntlich zahlreiche Besucher in die Calauer Innenstadt lockt. An diesem Programmpunkt gibt es für Veranstaltungschef Torsten Teichert nichts zu rütteln. Im Frühjahr wird der Hotelier seine Herberge „Zur Post“ in Richtung Wotschofska (Spreewald) verlassen. Wie er erklärt, sei es jedoch kein genereller Abschied. Am holzbefeuerten Feuerzangenbowle-Kessel verkündete der Gastronom: „Die Ausrichtung des Calauer Weihnachtsmarktes und das Stadtfestes im August werde ich weiter im Auge behalten.“