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Finnland hebt sich – nur nicht so schnell

Reuden. Rund 700 Hektar pro Jahr gewinnt Finnland jährlich durch Landgewinnung hinzu. Ursache ist der mächtige Eiszeitpanzer und die mit dem Schmelzen begonnene Entlastung für den Boden, die bis heute andauert. uhd1

Seit etwa 10 000 Jahren hebt sich das Land in Finnland und Schweden um bis zu acht Millimeter pro Jahr. Im Bericht von der Ausstellungseröffnung in der Gutskapelle Reuden wurden acht Zentimeter erwähnt. Zuhörerin Undine Grabitz ist der Irrtum aufgefallen.

Übrigens: Neu hinzugekommenes Land geht in den Besitz des Staates über, kann dann aber von Anliegern beansprucht werden. Sollten mehrere Nachbarn das gleiche Stück Land beanspruchen, entscheiden die Gerichte. Was etwas amüsant klingt, bereitet Finnland massive Sorgen, da mit der Landhebung die Pegel in Häfen sinken. Inzwischen können größere Schiffe einzelne Häfen nicht mehr anlaufen.

In den vergangenen 40 Jahren ist das Land durch die nacheiszeitliche Hebung stellenweise um rund anderthalb Meter gestiegen. (Quelle: correctiv.org).