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| 18:22 Uhr

Lübben/Altdöbern/Lübbenau
Finalwoche beim Dorfkirchen-Adventskalender

Dr. Astrid Schlüter zündet Kerzen des Adventskranzes in der Altdöberner Kirche an .
Dr. Astrid Schlüter zündet Kerzen des Adventskranzes in der Altdöberner Kirche an . FOTO: Uwe Hegewald
Lübben/Altdöbern/Lübbenau. Aktion knüpft an Premierenjahr 2016 an. Von Uwe Hegewald

Auch beim wohl größten Adventskalender der Lausitz steht das Öffnen der Türchen vor dem Finale. Wobei der Begriff „Türchen“ bei teilweise wuchtigen Kirchen-Pforten etwas gewagt erscheint. An jedem Wochentag zwischen dem ersten Advent und Heiligabend wird in Dorfkirchen des Evangelischen Kirchenkreises Niederlausitz zum Singen und Lauschen, Beten und Sehen, Hören und Staunen gebeten.

Bevor sich am heutigen Dienstag die Tür zur Katholischen Kirche in der Lübbenauer Neustadt öffnet und am morgigen Mittwoch die Dorfkirche in Groß Lübbenau, waren bereits am Freitagabend Besucher in der Evangelischen Kirche von Altdöbern eingeladen. Pfarrerin Dr. Astrid Schlüter „entführte“ die mehr als 30 Zuhörer von Altdöbern über den „großen Teich“. Sie berichtete, wie auf dem nordamerikanischen Kontinent die Advents- und Weihnachtszeit typischerweise begangen wird.

So seien klassische Adventskränze fast nur in Kirchen zu finden, dafür gerne auch mal mit fünf Kerzen. „Jeweils eine Kerze für die jeweiligen Adventssonntage sowie eine Christuskerze die zu Heiligabend angezündet wird“, berichtet die Pfarrerin.

Über Beamer und Leinwand ließ sie Szenen aus der US-amerikanischen Tragikkomödie „Ist das Leben nicht schön?“ (Originaltitel: It’s a Wonderful Life) flimmern. „Der Film zählt zu den Klassikern und wurde zur Weihnachtszeit fast schon in Endlosschleifen ausgestrahlt“, wusste Astrid Schlüter zu berichten. „Dinner for One“ und „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ lassen grüßen. Woher sie das so genau weiß?

Vier Jahre verbrachte die Altdöberner Pfarrerin beruflich in den USA, weitere neun Jahre in Kanada. Auf die Frage, wo das Weihnachtsfest besinnlicher gefeiert wird, muss sie nicht lange überlegen: „Bei uns in Deutschland geht es zweifellos familiärer und entspannter zu. Insbesondere in den USA ist die Advents- und Weihnachtszeit schon sehr bunt und knallig. Das muss man dann schon mögen“, sagt sie.