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| 15:08 Uhr

Feuerwehr
Stürme halten Altdöberner Wehr auf Trapp

Den 1. Kinder-Brandschutztag des Kreisfeuerwehr-Verbandes Oberspreewald-Lausitz richtete Altdöbern im September aus.
Den 1. Kinder-Brandschutztag des Kreisfeuerwehr-Verbandes Oberspreewald-Lausitz richtete Altdöbern im September aus. FOTO: Uwe Hegewald
Altdöbern. Freiwillige Kräfte sind häufiger im Einsatz. Bei Wald- und Flächenbränden ist die Zahl der Einsätze deutlich zurückgegangen.

Xavier, Herwart und zuletzt Friedericke – das neue Jahr knüpft witterungsmäßig dort an, wo das alte im Herbst für Furore sorgte. Sehr zum Leidwesen der Feuerwehrleute von Altdöbern. „Die Stürme haben auch uns auf Trab gehalten. 25 Mal sind wir im Oktober 2017 aufgrund der zwei Sturmlagen zu Einsätzen ausgerückt“, teilte Ortswehrführer Robert Abt während der Jahreshauptversammlung mit. 2017 wurde die Ortsfeuerwehr Altdöbern insgesamt zu 60 Einsätzen alarmiert, davon 38 Hilfeleistungs- und 22 Brandeinsätze. „Das waren elf Einsätze mehr als 2016“, so Abt, der für die 30 aktiven Kameradinnen und Kameraden 890 Einsatzstunden registriert hat.

Länger in Erinnerung behalten wird die Altdöberner Ortswehr einen doppelten Einsatz am Sonntag, 30. Juli 2017. „Nichts mit ausschlafen. Um 7.18 Uhr wurden wir zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person nach Neupetershain alarmiert. Die eingeklemmte Person konnte bereits vor unserem Eintreffen gerettet werden“, blickte Robert Abt zurück. Wer jedoch glaubte, am selben Tag ein Mittagschläfchen machen zu können, sah sich getäuscht. „Um 14.09 Uhr wurden wir zu einem abgestürzten Kleinflugzeug zum Segelflugplatz Bronkow alarmiert. Wie durch ein Wunder blieb der Pilot fast unverletzt.“

Bei den Wald- und Flächenbränden sei die Zahl der Einsätze deutlich zurückgegangen. „Gründe sind unter anderen das Wetter, aber auch die Tatsache, dass die Polizei sehr aktiv war“, führt der Altdöberner Ortswehrführer an. Die Waldbrandserie habe schlagartig Anfang März 2017 begonnen und endete „plötzlich“ Anfang April, als die Polizei mögliche tatverdächtige Personen zu den Bränden gezielt befragte. Abt warnte jedoch vor Vorverurteilungen oder Spekulationen.

Rückblickend gilt 2017 auch für die Feuerwehr des gesamten Amtsbereiches Altdöbern als Rekordjahr. 269 Einsätze waren in den fünf amtsangehörigen Gemeinden zu verzeichnen. „Allein im Oktober fielen amtsweit mehr als 120 Einsätze an. In machen Kalenderjahren gab es im ganzen Jahr 120 oder weniger Einsätze“, hielt Robert Abt fest.