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| 11:28 Uhr

Familiäre Atmosphäre im Hause Brunsch

"Familie ist, wenn Kinder sind", sagt ein geflügeltes Wort. In manchen Familien sind mehrere von diesen aufgeweckten Wonneproppen herzlich willkommen. Wie im Hause von Doreen Brunsch, die die Tagespflegestelle "Altdöberner Gartenzwerge" leitet.

Neben ihren eigenen Kindern Maria (9) und Oliver (11) betreut Doreen Brunsch noch vier weitere Sprösslinge im Alter zwischen 1 und 4 Jahren. Die berufliche Erstausbildung absolvierte die ehemalige Vetschauerin schon vor der Wende. Innerhalb eines 100 Stunden-Programms folgte 1998 in Potsdam die Weiterbildung zur "Erzieherin für Kinder im Alter von 0 bis 18 Jahre". "Nach langfristiger Vorplanung eröffnete ich im Dezember 2000 die Tagespflegestelle, die ausgesprochen super läuft", freut sich die 34-Jährige. Sie hat die flexible Betreuungsform gewählt und kommt damit den Wünschen junger Familien entgegen, die im Schichtdienst tätig sind oder in Berufen mit abweichenden und schwankenden Arbeitszeiten. "Eltern mit weiten Anfahrtswegen zu ihren Arbeitsstellen begrüßen besonders die Anpassungsfähigkeit unserer Tagespflegestellen", sagte Sabine Vogt vom Kreis-Jugendamt.

Im Oberspreewald-Lausitz-Kreis werden gegenwärtig 107 Kinder in 52 Einrichtungen betreut. "Wenn die Eltern erst einmal einen Blick in eine dieser Unterkünfte gemacht haben, werden eventuelle Vorurteile gegenüber einer Tagespflegestelle schnell ausgeräumt", betont Sabine Vogt. Darunter zählt besonders die Sorge um zu intensive Verbindungen zwischen Kind und Tagesmutter. Ein geschultes Wissen ist Vorraussetzung, um die nötige Distanz zu den Sprösslingen zu wahren, die überwiegend im dritten Lebensjahr die Tagespflegestelle verlassen. Nur in Ausnahmefällen, wie etwa bei einer chronischen Erkrankung/Behinderung oder auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern, wird vom Träger, dem Kreis-Jugendamt, ein längerer Aufenthalt unterstützt.

"Zwei Mal im Jahr treffen sich Tagesmütter zu Seminaren, bei denen beraten, diskutiert und Neuerungen vorgestellt werden", erklärt Doreen Brunsch, die Anfang Januar mit ihrer Familie und den "Altdöberner Gartenzwergen" umgezogen ist. Nur wenige Schritte waren es vom Mehrfamilienhaus am Markt bis in ihr neues Domizil mit einladender Wohnküche, Spielzimmer und großen Garten. In diesem Jahr kommt noch eine geräumige Terrasse hinzu. Vieles im neuen Umfeld wurde von Ehemann Gert gestaltet und geschaffen. Er hat sich als zuverlässiger Baumeister bewährt, ebenso als Gärtner, Gelegenheitsbetreuer und Hausmeister. Inzwischen hat Doreen Brunsch schon Vertreter vom Gesundheitsamt und vom Amt Altdöbern zur Stippvisite eingeladen. Zur AWO-Kindertagesstätte in Altdöbern pflegt sie beständige Kontakte. Bei Ausfällen wie Krankheit oder Urlaub ermöglichen Gastverträge eine unbürokratische Übernahme der Kinder in die Kita, die sich nur wenige Häuser entfernt befindet.

"Doreen ist die Beste, die es gibt. Sie spielt, bastelt, fördert und ist immer ansprechbar", lobt Stephanie Simon. "Die kleine Leonie ist mein erstes Kind, da bin ich jedes mal dankbar für hilfreiche Hinweise und Ratschläge", fügt sie hinzu.

Zehn Kinder durften schon teilhaben an der familiären Atmosphäre, der Ausgeglichenheit und Harmonie im Hause Brunsch. Für die zehn Glücklichen und deren Eltern ist anlässlich des 5-jährigen Bestehens im Dezember dieses Jahres ein Treffen geplant. Ein "Altdöberner Zwergen-Kongress", bei dem dann kleine Menschen ganz groß feiern werden.