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Facettenreiches Schaffen verbindet

Ministerin Martina Münch lässt sich von Bürgermeister Helmut Wenzel über die Geschehnisse rund um das diesjährige Spreewaldatelier informieren.
Ministerin Martina Münch lässt sich von Bürgermeister Helmut Wenzel über die Geschehnisse rund um das diesjährige Spreewaldatelier informieren. FOTO: uhd1
Lübbenau/Lübben/Luckau. Unter dem Applaus von Künstlern, Kunstinteressierten und zufällig vorbeigekommenen Gästen ist Kulturministerin Martina Münch (SPD) am Samstag die Schirmherrschaftsurkunde für das Netzwerk Kunstraum-Spreewald überreicht worden. Die Urkunde und das Bekenntnis der Ministerin gelten als Brückenschlag zwischen dem Kunstraum Spreewald und dem Ministerium. Uwe Hegewald / uhd1

Wie Martina Münch im Rahmen der Kunstauktion des Spreewaldateliers 2017 mitteilte, wird das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur das bekannte finanzielle Engagement fortführen.

Sein außergewöhnliches Flair erhält der Kunstraum Spreewald durch die drei Kunstprojekte Aquamediale in Lübben, das Spreewaldatelier Lübbenau und die Spektrale Luckau. Zu dem kommunalen Netzwerk gehören die Landkreise Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz sowie die Städte Lübben, Luckau und Lübbenau. "Diese Projekte sind ein Markenzeichen geworden", so Münch, die die interkommunale Zusammenarbeit hervorhebt: Drei Städte und zwei Landkreise zeigen, wie gut man gut miteinander kooperieren kann, zumal auch das Land mit im Boot sitzt. "Das Netzwerk bildet eine starke kulturelle Allianz", betonte Brandenburgs Kulturministerin im Beisein von Vertretern der drei Städte.

Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) war es vorbehalten, anhand des Spreewaldateliers den Stellenwert von Kunst im öffentlichen Raum hervorzuheben: "Ich bin alle zwei Jahre begeistert, welche Ergebnisse von den Künstlern erzielt und wie Kunstwerke geschaffen werden", so das Stadtoberhaupt. Künstler seien die Seismografen der Gegenwart. "Wir von den Behörden und in den Verwaltungen haben in Sachen Kunst allzu oft Schranken, Zweifel und Bedenken in unseren Köpfen", erklärte Helmut Wenzel selbstkritisch. Inzwischen hätten sich Kunstaktionen als wachsender Wirtschaftsfaktor entpuppt. Ungewöhnliche Kunstaktionen und Ausstellungen lockten Gäste von weither an und stiften regionale Identität, so Münch. An der positiven Entwicklung der Tourismuswirtschaft in den vergangenen Jahren hätten die attraktiven kulturellen Angebote im Land einen hohen Anteil - insbesondere auch die vielfältigen Kulturprojekte im Kunstraum Spreewald und ihre ehrenamtlichen Akteure vor Ort, die mit Ideen, Engagement und Leidenschaft dabei sind.