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| 13:40 Uhr

Mordprozess
Ex-Lübbenauer bekennt sich in Thailand schuldig

Dem Ex-Lübbenauer droht in Thailand eine lebenslange Haftstrafe.
Dem Ex-Lübbenauer droht in Thailand eine lebenslange Haftstrafe. FOTO: Fotolia
Phuket. Der ehemalige Lübbenauer Nico P. hat am Montag im Mordprozess auf der Ferieninsel Phuket seine Schuld eingestanden. Am Montag erklärte er sich des Totschlags für schuldig, nicht aber des Mordes.

Der Auswanderer (36) steht vor Gericht, weil er seien Freundin getötet haben soll. Er habe sie gewürgt, sie aber nicht töten wollen, sagte der aus Lübbenau stammende Angeklagte nun vor Gericht. Das widersprach einer früheren Aussage von ihm in einem Polizeiverhör, in der er sich des Mordes schuldig bekannt hatte.

Die 35 Jahre alte Frau war Anfang Juli verschwunden. Acht Tage später wurde ihr Leichnam im Dschungel gefunden. Die Polizei hatte bald den deutschen Freund im Verdacht. Nach Angaben von Nachbarn gab es zwischen den beiden immer wieder Streit, weil der 36-Jährige besitzergreifend gewesen sei.

Polizisten fahndeten nach dem Mann und umstellten schließlich sein Haus. Als er festgenommen werden sollte, schnitt er sich mit einem Teppichmesser in die Kehle. Wegen des Suizidversuchs kam er ins Krankenhaus. Als er Mitte Juli aus der Klinik entlassen wurde, nahmen Polizisten ihn fest. Seitdem sitzt er in Phuket in Untersuchungshaft.

Der Mann war im vergangenen Jahr nach Thailand gezogen und arbeitete als Fitnesstrainer in dem Touristenort. Dort hatte er die Thailänderin kennengelernt. Der nächste Gerichtstermin ist für den 14. Dezember geplant. Sollte er wegen Mordes verurteilt werden, würde dem 36-Jährigen lebenslange Haft drohen.

(dpa/bob)