Diese Vorahnung, mit der 65 Besucher gekommen waren, erfüllte sich dann auch voll und ganz. Die beiden Berliner Mario Böttrich und Egbert Soutschek, am Abend traten sie in Anlehnung an die Namen der DDR-Komiker als Böttricht und Preilscheck auf, begeisterten von der ersten Minute an die Zuschauer, von denen die meisten die Sketche aus vielen Veranstaltungen, wie beispielsweise dem Kessel Buntes, kannten.

Erwartungsvoll kam auch Jürgen Bock mit Ehefrau Doreen und Sohn Carl-Willem. "Ich kenne viele Sketche, wir haben auch die Platten, die sich unser Sohn jetzt öfter anhört. Aber wir wollten den Abend nicht verpassen, denn von der Platte kann man ja nur hören. Wir wollten das auch alles optisch erleben, und das hat uns prima gefallen", so Jürgen Bock.

Soutschek mit seiner großen Hornbrille und der tiefen Stimme kam Preil sehr nahe. Sein oft aufbrausendes Verhalten, wenn Herricht nicht gleich begreifen wollte, lockte immer wieder den Beifall heraus. Aber der eher schüchtern wirkende und sich oft lernwillig zeigende Böttrich stand ihm keineswegs nach, tat den Zuschauern sogar manchmal leid, wenn er von seinem Partner abgekanzelt wurde, als wäre er ein Hanswurst, der von seiner Meinung überzeugt werden müsste.

Nicht unerwähnt bleiben darf, wie die beiden Künstler mit viel Mühe die Hasenjagd oder die Erfindung des Mückentötolins oder das improvisierte Theaterstück zeigten. Das war aller Achtung wert.