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| 02:32 Uhr

Erstes Saison-Spektakel rund ums Ei

So gut gefüllt wie zum Frühlingsfest wünschen sich die Vetschauer ihren Marktplatz öfters. Angenehmes Frühlingswetter, das bunte Programm, Markt- und Futterstände lockten Einwohner und Gäste in die historische Altstadt.
So gut gefüllt wie zum Frühlingsfest wünschen sich die Vetschauer ihren Marktplatz öfters. Angenehmes Frühlingswetter, das bunte Programm, Markt- und Futterstände lockten Einwohner und Gäste in die historische Altstadt. FOTO: Uwe Hegewald/uhd1
Vetschau. Das Ei war das bestimmende Symbol des 11. Vetschauer Frühlingsfestes. Uwe Hegewald/uhd1

Eingeläutet wurde das erste Altstadt-Freiluftspektakel der Saison 2014 am Sonntag vom Vetschauer Musikverein. Dass die Musikanten die (Winkel-)Bühne nicht ohne Zugabe verlassen durften, war abzusehen. Dirigent Frank Kornauke und Prof. Martin Neumann kündigten jedoch ein baldiges Wiedersehen und -hören an: "Am Sonntag, 29. Juni, musizieren wir im Schlosspark."

Köstlich amüsierte sich dieses, als zum ersten Eierpellen aufgerufen wurde. In der Promi-Wertung fuhr Werner-Siegwart Schippel einen ungefährdeten Sieg ein. Offen blieb, ob womöglich seine schnittige Uniform die Gegnerschaft erzittern ließ. Wenige Minuten zuvor zählte der scheidende Landtagsabgeordnete zu den Schützen der Privilegierten Schützengilde Vetschau 1594, die das Frühlingsfest mit Salutschüssen eröffneten. Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) verwies auf die positiven Entwicklungen auf dem Vetschauer Markt. "Nutzen Sie die neuen Möglichkeiten, die sich hier bieten", appellierte das Stadtoberhaupt. So etwa das neue Kaffeehaus des Spreewaldbäckers Steffen Koschmann an der Ecke Hellmannstraße. Dass der Lübbenauer Bäckermeister in Vetschau angekommen ist, bewies er beim Volks-Eierpellen, das er für sich entscheiden konnte. "Marktplatz-Feuertaufe bestanden. Daran lässt sich anknüpfen", konstatierte er. Mitte Mai soll auch im Ratskeller der Startschuss fallen. "Dann wollen wir das Restaurant, eventuell auch das Hotel eröffnen", stellte Hotelleiter Hartmut Stange in Aussicht. Chefkoch Sascha Kopowski verteilte bereits selbst gestaltete Postkarten mit dem Ratskeller-Logo, einem abgebildeten Lammbraten und der bezeichnenden Überschrift: Keine Ausreden mehr!

Die Neuen auf dem Vetschauer Markt waren beeindruckt von der Atmosphäre des Frühlingsfestes. Christian Schandog vom Landwirtschaftsbetrieb aus Raddusch zeigte auch Verständnis für Eierpellen-Wettbewerber, die es nicht so genau nahmen und in die Ausrede flüchteten: Man mag selbst gekochte Eier gerne etwas knusprig.