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Spreewald
Entschlammung an Fließen im Spreewald wird fortgesetzt

Lübbenau/Potsdam. Pilotprojekt ist beendet. Entschlammung ist laut Umweltmisterium künftig regulärer Bestandteil der Gewässerunterhaltung.

  Die Entschlammung von Spreewaldfließen ist nach Beendigung des im Jahr 2017 erfolgreich abgeschlossenen Pilotprojekts zur Entschlammung der Spreewaldfließe jetzt regulärer Bestandteil der Gewässerunterhaltungsplanung für die Gewässer erster Ordnung im Spreewald. Darüber informiert das Umweltministerium.

„2018 sind Entschlammungsmaßnahmen auf 2,5 Kilometern geplant. Für die Abschnitte im Oberspreewald am Bürgergraben, am Dorotheengraben und im Unterspreewald an der Quasspree West sowie am Dressler- und Puhlstrom sind die Planungen bereits weit fortgeschritten“, erklärt Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade. Für die Folgejahre seien weitere Maßnahmen, unter anderem an der Quasspree Ost und in der Hauptspree bei Schlepzig, vorgesehen, so der Sprecher weiter.

Auf der Grundlage des in diesem Jahr abgeschlossenen Pilotprojekts „Entschlammung der Spreewaldfließe“ kann die Beseitigung von Schlammablagerungen in den Spreewaldfließen als regulärer Bestandteil der Gewässerunterhaltung geplant und durchgeführt werden. Das Landesamt für Umwelt und die für die Durchführung der Gewässerunterhaltung zuständigen Wasser- und Bodenverbände werden die nach wasserwirtschaftlicher Prioritätensetzung anstehenden Unterhaltungsmaßnahmen zur Beseitigung von Schlammauflagen kontinuierlich umsetzen, informiert das Ministerium weiter.

Nach Erteilung der erforderlichen bodenschutz- und naturschutzrechtlichen Zustimmungen und Erlaubnissen wird der Schlamm aus den Spreewaldfließen auf geeigneten angrenzenden Flächen versprüht.

Im April und Mai 2017 konnten mit dieser Verfahrensweise am Laubengang (Unterspreewald) auf einer Strecke von rund 400 Metern Gewässersedimente entnommen und auf angrenzenden Erlenbruchwaldflächen versprüht werden. Im November und Dezember wurden auf einer Länge von 150 Metern etwa 300 Kubikmeter Sediment aus der Pfahlspree (ebenfalls Unterspreewald) entnommen und auf angrenzenden Flächen versprüht.

Im Herbst 2018 erfolgt die Sedimententnahme im Oberspreewald auf einer Strecke von 1000 Metern am Bürgergraben und auf 1150 Metern am Dorotheengraben. Dazu werden im Unterspreewald Abschnitte von 75 Metern an der Quasspree West und 175 Metern am Dressler- und Puhlstrom kommen.