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| 14:40 Uhr

Vetschau
Engelmann-Ausstellung im Vetschauer Stadtschloss

Kathrin Jantk und Siegfried Engelmann vor „Landschaft im gelben Licht“.
Kathrin Jantk und Siegfried Engelmann vor „Landschaft im gelben Licht“. FOTO: Peter Becker
Vetschau. Bis zum 30. Juni stellt der Vetschauer Künstler seine Bilder aus.

Der Vetschauer Künstler Siegfried Engelmann malt seit sechs Jahrzehnten. Sein Spektrum ist riesig. Es reicht über nahezu alle Genres, vom Realismus bis zur abstrakten Kunst. Ausstellungen von New York bis Oberwiesenthal kennzeichnen seinen Weg. Bis zum 30. Juni sind seine Werke im Vetschauer Stadtschloss zu sehen. Es ist die sechste Ausstellung von Werken des Künstlers an diesem Ort.

Siegfried Engelmann wollte eigentlich mal Leistungssportler werden. Mit der unermüdlich gleichen Besessenheit, wie sie auch Leistungssportler kennzeichnet, folgt er seinem künstlerischen Weg. „Wenn ich mein bisheriges Schaffen zusammenfasse, dann kristallisiert sich meine Liebe zur Farbe heraus. Meine Acrylbilder legen reichlich Zeugnis davon ab“, sagt er.

 Der Maler (Jahrgang 1940) ist trotz seines Alters immer noch aktiv, beispielsweise im Kunstkreis 07 oder in der Seniorenakademie und freut sich auf neue Herausforderungen: „In der Kunst gibt es keinen Ruhestand.“ Siegfried Engelmann lässt sich immer wieder neu inspirieren, und sei es vom letzten Sturm, der vor Engelmanns Haustür beinahe Kahlschlag verursachte hatte. Es ist sein jüngstes Werk, vor dem die Besucher auch etwas länger verweilen. „Ich liebe diesen Malstil mit den typisch Engelmannschen Bildkompositionen. Gerade hier beim ‚Windbruch‘ wird dies besonders deutlich. Ihm ist seine Liebe zur Natur, die auch mal zerstörerisch sein kann, deutlich anzumerken“, sagt die Cottbuser Sängerin Kathrin Jantke.

Siegfried Engelmann zeigt in seiner Ausstellung Reiseeindrücke von Feuerland bis Paris. Sein gebrochener Eiffelturm steht symbolisch für Unruhen unserer Zeit, die auch um Paris keinen Bogen machen. Das Bild zeigt die Verletzlichkeit – nichts bleibt wie es ist, alles ist gefährdet.

Eröffnet wurde die Ausstellung kürzlich von Vetschaus Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos), der die Besucher einlud, ihre Amtsgeschäfte mit Kunst zu verbinden, auch, um mal die eine oder andere Wartezeit überbrücken zu können. Der Leipziger Musiker Jakob Junhold begleitete die Eröffnung auf seiner Gitarre.

Die Ausstellung ist bis zum 30. Juni im Vetschauer Stadtschloss zu sehen.