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| 16:09 Uhr

Zisch-Projekt
Elektroauto war der Star auf Lübbenauer Schulhof

Coole Angelegenheit - Filib Heßler am Steuer eines BMW-Elektroautos, seine Klassenkameraden sind Beifahrer.
Coole Angelegenheit - Filib Heßler am Steuer eines BMW-Elektroautos, seine Klassenkameraden sind Beifahrer. FOTO: Daniel Preikschat / LR
Lübbenau. Förderschüler machen Bekanntschaft mit batteriebetriebenem Fahrzeug – und lernen dabei Erstaunliches.

Wie weit kommt man mit so einem Elektroauto? Kann der Wagen einen Kurzschluss bekommen? Wie teuer ist die Batterie? Kann sich ein Elektroauto nur kaufen, wer auch Haus oder Garage hat? Neugierig und gut vorbereitet auf den Besuch der Dame von EnviaM zeigten sich Donnerstag knapp 30 Schüler an der Förderschule für geistige Entwicklung in Lübbenau.

Julia Schübbe kam mit einem BMW-Elektroauto in die Pestalozzistraße. Unterhielt sich mit den Schülern aber erst Mal im Klassenzimmer über die strombetriebenen Pkw und ihre Vorzüge beziehungsweise Nachteile. Danach erst ging es raus auf den Schulhof, um das Auto kennenzulernen. Dabei hatten die 14- bis 16-Jährigen Schüler reihenweise Aha-Erlebnisse: Steckdose statt Einfüllstutzen, Batterie statt Motor, ein fast lautloses Fahren.

Das größte Erstaunen jedoch riefen die von Fachfrau Julia Schübbe genannten Anschaffungspreise hervor: 200 000 Euro kostet der 600 PS starke Wagen von Tesla, immer noch stolze 45 000 Euro der BMW-Kleinwagen auf dem Schulhof. Der noch kleiner geratene VW Up mit 82 PS und 150 Kilometer Reichweite erscheint da noch erschwinglich, er kostet 20 000 Euro. Julia Schübbe räumte ein, dass Elektroautos noch viel Geld kosten. Reichweiten von maximal 500 Kilometern, Ladezeiten von mindestens einer Stunde und ein uneinheitliches Bezahlsystem würden ebenfalls abschrecken vom Kauf.

Für die Mitarbeiterin des Stromanbieters überwiegen aber heute schon die Vorzüge gegenüber Autos mit Verbrennungsmotor: Die Fahrtkosten sind mir vier Euro für 100 Kilometer niedriger, die Umweltverschmutzung viel geringer, der Antrieb kraftvoller und die Wartung weniger aufwendig.

Zisch Projekt Lausitzer Rundschau 4c
Zisch Projekt Lausitzer Rundschau 4c FOTO: Schubert, Sebastian / LR