(uhd) Ein Allrounder ist am späten Samstagnachmittag bei der Freiwilligen Feuerwehr Krimnitz in den Dienst gestellt worden. Mit einem Allrad-Antrieb sollte das rollende Kraftpaket überall dorthin kommen, wo es benötigt wird: auf Bahndämme, Spreewaldwiesen, in Wald und Flur. „Mit seiner Hochdrucklöschanlage können große Löscheffekte erzielt werden. Aufgrund unseres Mitspracherechts konnten wir uns ein Fahrzeug zusammenstellen lassen, das auf unsere Anforderungen und Bedürfnisse zugeschnitten ist“, erklärt Lukas Zuber im Rahmen der Indienststellung. Der 22-Jährige ist stellvertretender Ortswehrführer der Löschgruppe Krimnitz der Feuerwehr Lübbenau. Anfang August wurde das Tragkraftspritzenfahrzeug TSW mit einem Wassertankvolumen von 900 Litern von der BTG – Brandschutztechnik Görlitz GmbH nach Krimnitz geholt, um einen fliegenden Wechsel zu ermöglichen. Das Vorgängermodell, ein Opel Blitz, Baujahr 1973 wurde in die „Feuerwehrfahrzeug-Rente“ geschickt. Als Oldtimer-Liebhaber hat Peter Zuber das  Fahrzeug von der Stadt gekauft, um es im Ort zu behalten.

Wie Ortswehrführer Dirk Lehmann informiert, sei innerhalb der Ortsfeuerwehr bereits 2016 über das Wann und Wie der Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges beraten worden. Bei den Stadtverordneten und der Stadtverwaltung seien die Krimnitzer auf viele offene Ohren gestoßen.

Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) sieht in der Indienststellung des neuen Fahrzeuges die Fortsetzung eines notwendigen wie ambitionierten Vorhabens: „In den zurückliegenden Jahren haben wir konsequent daran gearbeitet, die Bedingungen für unsere Feuerwehrleute zu verbessern“, so das Stadtoberhaupt.

Rund 150 000 Euro betragen die Investitionskosten für den neuen roten Flitzer. Der soll Einsatzkräfte zügig an die Brennpunkte aber auch wieder gesund nach Hause bringen, befand Lübbenaus Stadtwehrführer Hartmut Wassermann. Allein in diesem Jahr sind Krimnitzer Feuerwehrleute 31-mal zu Einsätzen gerufen worden. Zahlen, die auf ein mögliches Rekordjahr hinweisen.