ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:27 Uhr

Feuerwehrübung
Einsatz in der brennenden Pflegeheim-Wäscherei

Die Feuerwehr Lübbenau  hat im ASB Pflegeheim  eine Einsatzübung absolviert. Foto: Feuerwehr/Olaf Rudloff
Die Feuerwehr Lübbenau hat im ASB Pflegeheim eine Einsatzübung absolviert. Foto: Feuerwehr/Olaf Rudloff FOTO: Feuerwehr Lübbenau / Feuerwehr
Lübbenau. Lübbenauer Feuerwehren haben am Wochenende den Ernstfall geprobt. Eine vermisste Person musste gefunden werden. Von Hannelore Grogorick

Die Wäscherei eines Lübbenauer Pflegeheimes steht in Flammen, eine Person wird vermisst. Bettlägerige Patienten müssen aus oberen Etagen aus dem Haus gebracht werden. – Glücklicherweise ist es nur eine Übung.

15 Uhr am Samstag war Einsatzzeit für etwa 40 Kameraden der Freiwilligen  Feuerwehren Lübbenau-Altstadt und -Neustadt, Zerkwitz, Krimnitz und Groß Klessow. Im ASB Pflegeheim in der Beethovenstraße ist in der Wäscherei ein Brand ausgebrochen, lautete der fiktive Einsatzbefehl. Die Aufgabe für die Kameraden lautete, eine vermisste Person in der brennenden Wäscherei zu finden und zwei Personen aus ihren Betten  durch das Treppenhaus ins Freie sicher zu bugsieren. „Es hat prima geklappt. Wir waren zufrieden“, sagt anderthalb Stunden später Stadtwehrführer Hartmut Wassermann.

Als „vermisste Person“ in der Wäscherei musste ein Dummy herhalten. „In voller Montur“, sagt Wassermann, also mit Atemschutzgeräten und verdunkelten Sichtfenstern, wurde gesucht – und gefunden. Ebenfalls mit  Atemschutz  – nur nicht mit verdunkelter Sicht – mussten die Kameraden aus den oberen Etagen zwei Personen transportieren. Dafür hatten sich zwei Mitarbeiter aus dem Heim in die Betten gelegt. Wie sie samt Betteinlagen per Halteriemen und Griffen transportiert werden müssen, das hatte vor der Übung der Leiter des Pflegeheimes Alexander Kohl per Film demonstriert.  Ebenso hatte er eine räumliche Übersicht über  das Gebäude gezeigt.

Letztlich lief laut Wassermann der Einsatz  wie am Schnürchen. Solcherart Übungen finden zweimal im Jahr statt, sagt der Chef von  etwas mehr als 300 Mitgliedern der Stützpunktfeuerwehr Lübbenau samt 14 zugehörigen Wehren.  Und da man sich im Ernstfall ja wohl nicht erst vor dem Einsatz ein Bild von dem Innenleben großer Einrichtungen machen könne, gibt es auch regelmäßig operativ-taktische Schulungen. „Die Gebäude um Lübbenau schauen wir uns schon genau an. Da sind wir auf dem Laufenden“, versichert abschließend Hartmut Wassermann.