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| 02:32 Uhr

Einladende Straßen in die Altstadt

In der Karl-Marx-Straße wird ab dem 17. Mai gebaut.
In der Karl-Marx-Straße wird ab dem 17. Mai gebaut. FOTO: Preikschat
Lübbenau. Noch unsanierte Abschnitte der Karl-Marx-Straße und der Dammstraße in Lübbenau werden dieses Jahr ausgebaut. Für die Dammstraße schwebt den Planern eine künstlerisch wertvolle Gestaltung vor, die Touristen beeindruckt. Daniel Preikschat

Für RUNDSCHAU-Leser Günter Mertin gehört die Dammstraße in dem Bereich mit den Hausnummern 41 bis 46 zu den schlechtesten Straßenabschnitten in ganz Lübbenau. Hier etwas zu machen, müsste aus seiner Sicht "höchste Priorität" haben. Günter Mertin und andere Lübbenauer werden es daher begrüßen, dass nun endlich auch der letzte noch unsanierte Abschnitt der Dammstraße gestaltet wird. Für Touristen, die mit dem Auto in die Lübbenauer Altstadt fahren, ist dieser Abschnitt immerhin die "Visitenkarte" der Stadt, sagte Dienstag in der gemeinsamen Sitzung des Bau- und des Wirtschaftsausschusses Planer Werner Hillmann.

Bei einer von drei Hauptzufahrten in die Altstadt komme es nicht nur darauf an, Mängel zu beheben, so der Architekt und Stadtplaner der beauftragten Firma MKS in Spremberg. Zugleich sollten Fahrbahn- und Gehwegnutzer auf die Altstadt eingestimmt werden. Straßenbegleitende Installationen wie die gekrönte Schlange im bereits sanierten Bereich hätten diese Wirkung. Für den nun anstehenden vierten Bauabschnitt ab der Bahnhofstraße sieht MKS zunächst eine platzartige Gestaltung nahe der Stellflächen für Pkw und Busse vor. In den Fahrbahnbelag sollen Mosaikfelder eingelassen sein, die Motive mit Bezug zu Lübbenau und zum Spreewald zeigen. Werner Hillmann spricht von einer "Stadtbodengalerie", bestehend aus 16 Feldern, gestaltet von Künstlern oder auch von Schulklassen.

Weiter sind eine Straßeninsel und Verjüngungen vorgesehen, um das Tempo niedrig zu halten. Es werde das gleiche Baumaterial eingesetzt wie schon bei den anderen Abschnitten, also Asphalt, Betonsteine und Granitborde. Die Gehwege sollen wieder überfahrbar sein und damit barrierefrei. Wie Fachbereichsleiter Hartmut Klauschk ergänzte, werde zunächst der Wasser- und Abwasserzweckverband Calau (WAC) von Anfang Juli bis Ende September Leitungen sanieren, Anfang Oktober dann der Straßenbau beginnen. Sechs Monate Bauzeit seien eingeplant.

Ebenfalls bis Ostern 2017 fertig ausgebaut sein soll der noch unsanierte Abschnitt der Karl-Marx-Straße bis zum Torbogen. Baustart, so Planerin Ingrid Menge vom Büro Arcus weiter, sei gleich nach Pfingsten. Die Einteilung der 375 Meter Straße in zwei Bauabschnitte gewährleiste, dass Bergstraße und Gerbergasse erreichbar bleiben. Die Gestaltung orientiere sich an dem bereits sanierten Abschnitt: Borde und Rinne aus Granitstein, die Fahrbahn auf 5,50 Meter Breite asphaltiert. Feldsteine, die vor einigen Häusern liegen, werden wieder eingebracht. Die Haltestelle bleibe, wo sie ist, werde mit Bank und Baum aber ansehnlicher und außerdem dank Riffelplatten behindertengerecht sein. Laut Hartmut Klauschk plane der WAC, in dem Abschnitt Schmutz- und Trinkwasserleitung zu erneuern. Oberflächenwasser fließe in Stadtgraben und Kamske ab, die Straßenlampenbekommen LED-Leuchten.