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| 06:34 Uhr

Einkaufsnacht in Lübbenau
Einkaufsnacht: „Lübbenau hat es drauf“

Wenn der Spreewald den Atem anhält, geht’s in der Lübbenauer Altstadt zur Sache. Vor dem Weihnachtsmarkt, am dritten Adventswochenende, lockte die IGEA zur 12. „Einkaufsnacht im Feuerzauber“. Die feschen Models von „Hot Sole“ durften auch dieses Mal nicht fehlen.
Wenn der Spreewald den Atem anhält, geht’s in der Lübbenauer Altstadt zur Sache. Vor dem Weihnachtsmarkt, am dritten Adventswochenende, lockte die IGEA zur 12. „Einkaufsnacht im Feuerzauber“. Die feschen Models von „Hot Sole“ durften auch dieses Mal nicht fehlen. FOTO: Uwe Hegewald / LR
Lübbenau. Begeisterte Gäste, ideenreiche Geschäftsinhaber und der Vollmond als I-Tüpfelchen im Lichtermeer Von Uwe Hegewald

Von Uwe Hegewald

Das Dutzend ist vollbracht. Zum zwölften Mal lockte die IGEA Interessengemeinschaft Altstadt Lübbenau an einem Freitag zur „Einkaufsnacht  im Feuerzauber“.

Vorstandsmitglied Martin Richter weiß, wie man eine romantisch leuchtende Altstadt hinbekommt: „Über 62 LED-Strahler und rund 100 Ölfackeln“, zählt der Schriftführer des veranstaltenden Vereins auf. „Hinzu kommen noch rund 200 Meter Kabel, die verlegt werden müssen“, ergänzt Lübbenaus Lichtgestalt Guido Lerch, der neben Christian Wegewitz vom Spreewald Eventservice fürs optimale Licht zuständig ist.

Viele Geschäftsinhaber zwischen Dammstraße und Topfmarkt sorgen in oder vor ihren Läden für zusätzliches Flair. „Die Freude und Bereitschaft, an unserem Event mitzuwirken, ist ungebrochen. Selbst bei Geschäftsleuten, die nicht Mitglied der IGEA sind. Aber so soll es auch sein“, sagt Martin Richter.

Dem Ideenreichtum, flanierendes Volk ins Innere der Geschäfte zu locken, sind keine Grenzen gesetzt. Im Traditionshaus Pielenz (Wohnen-Schenken-Kochen) findet die Jubiläumswoche anlässlich des 125-jährigen Bestehens ihren Höhepunkt, in der Fleischerei Koreng wird zur Feuernacht ein deftiger Feuertopf serviert und in der Modeboutique Ehrlich werden Käuferinnen und Käufer an den Würfelbecher gebeten.

„Hier darf heute Abend jeder seinen individuellen Rabatt würfeln“, erklärt Jörg Ehrlich und lässt ein ums andere Mal drei Würfel in den ledernen Becher fallen.

Ehegattin Petra ist anderweitig gefordert. Für die nicht mehr wegzudenkende Modenschau am Sagen-Brunnen darf sie die neun Models von „Hot Sole“ einkleiden und auf den Catwalk schicken. Moderiert wird das Vorstellen der neuen Herbst- und Winterkollektion von Sabine Lehmann. Gekonnt souverän macht sie das, aber auch immer an die Männerwelt appellierend, für ihre persönlichen Shopping-Queens die entsprechenden Mittel bereitzuhalten. Nur einmal bringt sie halbherzig zuhörende Männer ins Grübeln: Meinte sie nun, dieses „Modell“ gehöre in jeden Kleiderschrank oder dieses „Model“? Egal.

Mit Dauerapplaus würdigt das Publikum den Auftritt der Mannequins, die gleich doppelt angestrahlt werden. Neben einem Spot strahlt Luna auf Lübbenau herab und sorgt zusätzlich für willkommene Atmosphäre.

Doch wer hat den Vollmond überhaupt und zu passender Stunde bestellt? „Das ist zweifellos der Verdienst von Angela Glaubitz. Unsere Vorsitzende hat nämlich einen Draht nach ganz oben“, teilt Martin Richter mit. Vor neun Jahren mussten die Veranstalter mit dutzenden (inzwischen verbotenen) Himmelslaternen den nächtlichen Himmel noch selbst dekorieren.

Die Einkaufsnacht 2008 war auch das letzte Jahr, in dem Mundharmonikaspieler Michael Hirte als Straßenmusikant zu erleben war. Inzwischen wächst vielleicht ein neuer Musikstar heran: Jayden Oertel, 18 Monate jung und überdurchschnittlich musikinteressiert. Noch während der Probe und dem Installieren der Beleuchtung zieht es den Knirps ans Klavier von Robert Mietzner. Beim Lübbenauer Weihnachtsmarkt vor drei Jahren hat der Pianist, Sänger und Entertainer bereits seine musikalische Visitenkarte hinterlassen und sich für den weiteren Auftritt einer IGEA-Veranstaltung empfohlen.

„Lübbenau hat es drauf“, so der Musiker aus Hoppegarten. Auch hinsichtlich des unermüdlich tanzenden Jayden Oertel. Wie Mama Jessica Albrecht und Papa Gino Oertel gegenüber der RUNDSCHAU mitteilen, sei ihr aufgeweckter Knirps jederzeit für Musik zu begeistern.

Zum Weihnachtsmarkt  am 16. und 17. Dezember wird man die junge Familie aus der Neustadt wieder in Richtung Altstadt aufbrechen sehen. Dann machen IGEA und die Fährleute vom kleinen Spreewaldhafen gemeinsame Sache. „Der Weihnachtsmarkt wird von der Altstadt über die Spreestraße bis zum kleinen Hafen verlängert“, kündigt Marko Schröter an. Für einen der Höhepunkte – eine weihnachtliche Theaterfahrt – können sich Interessierte bereits jetzt Tickets sichern. „Ab 15 Uhr geht es im 15-Minuten-Rhythmus auf eine knapp 60-minütige Kahnfahrt mit Zwischenstopps an bespielten Bühnen“, so der Marketingchef der Fährleute vom kleinen Hafen.

Beleuchtete Straßen, Läden und Schaufenster brachten einen Vorgeschmack auf bevorstehende Weihnachtsmärkte.
Beleuchtete Straßen, Läden und Schaufenster brachten einen Vorgeschmack auf bevorstehende Weihnachtsmärkte. FOTO: Uwe Hegewald / LR