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Einheitliche Schilder im Spreewald

Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Einstimmig sprach sich der Amtsausschuss Burg auf seiner jüngsten Beratung dafür aus, ein touristisches Wegeleitsystem aufzubauen. Von Elke Möbus

Zuvor hatte Gerhard Schippan, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft (EWG) Burg, die noch ausstehenden Fragen der Ausschussmitglieder beantwortet. Die EWG will das System, welches in dieser Form bereits in den benachbarten Ämtern im Spreewald sowie in der Gemeinde Burg existiert, im Amtsbereich aufbauen. Offen blieb bislang die Finanzierung, die Kosten für das System belaufen sich auf rund 250 000 Euro. Schippan erklärte, dass es zwei Möglichkeiten der Finanzierung gebe, in beiden Fällen könnten aber erst Anträge gestellt werden, wenn der Amtsausschuss die Entscheidung getroffen hat.
Abzustimmen wäre im weiteren Verlauf, welche touristischen Ziele in das System aufgenommen werden sollen. Dafür wäre es zweckmäßig, mit den Bürgermeistern der Gemeinden zu beraten. „Man muss Prioritäten setzen“ , deutete Schippan mögliches Konfliktpotenzial an.
Offen blieb auch, wie mit den Folgekosten umgegangen werden soll. Einmal installiert, gebe es keine weitere Förderung für das System, erklärte Schippan. Unternehmen, die zu einem späteren Zeitpunkt entstehen oder deren Chefs sich erst später für eine Aufnahme ins System entscheiden, müssten dann die Kosten für das Anbringen von Schildern zahlen. Amtsdirektor Hans Gahler verwies auch darauf, dass bei der Zerstörung der Schilder oder an den geplanten Informationspunkten das Amt für die Reparaturkosten zuständig sei. „Aber die Erfahrungen aus Burg besagen, dass das Wegeleitsystem nicht erstes Angriffsziel von Zerstörungswut ist.“
Das Wegeleitsystem im Amt Burg wird ähnlich denen in den Nachbarämtern und in der Gemeinde Burg gestaltet werden. Damit soll für Besucher ein Wiedererkennungsmerkmal geschaffen werden, welches für den gesamten Spreewald einheitlich ist.