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Eine Lilie für Altdöbern

Am Tag des offenen Denkmals schlenderten Dutzende Besucher bei Bilderbuchwetter durch den Altdöberner Park. Mit der Enthüllung des Gemeindewappens am Rathaus, mit Schlosskonzert und -führungen bereicherten die Altdöberner Veranstalter den denk(mal)würdigen Tag, der in ihrem Ort im Zeichen der Lilie stand. Von Uwe Hegewald

"Fliege hoch du roter Adler", sangen die Altdöberner, die sich vor dem Rathaus versammelt hatten. Statt der Adler ließen die Züchter Eberhard Andreack und Heiko Mattuschka 134 Brieftauben in den Himmel steigen. Die Schützengilde 1862 begleitete den Flug der gefiederten Freunde mit drei lautstarken Salven.
"Wir sind vom Bürgermeister herzlichst gebeten worden, die Wappenenthüllung zu begleiten und haben die Einladung dankend angenommen", sagte Schützengildepräsident Dr. Reinhard Kuhn. Sein Namensvetter und IBA-Geschäftsführer Prof. Rolf Kuhn hingegen hatte abgesagt.
Da der Altdöberner Veranstaltung auch andere Prominente fern blieben, durften deren Vertreter an der Enthüllung teilnehmen: Ingrid Franke für Landrat Georg Dürrschmidt, Dipl. Ing. Jürgen Klemisch für Schlösser GmbH-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Illert und Ursula Andreack für Amtsdirektor Detlef Höhl stimmten in den Applaus der Zuschauer ein, als Dr. Uwe Koch für Ministerin Johanna Wanka und Bürgermeister Horst Bernstein das Tuch vom polierten Wappen entfernten.
Fritz Bönisch, geistiger Vater des Emblems, erklärte den Gästen die Einmaligkeit des Hoheitszeichens. Das komme insbesondere durch die abgebildete Lilie zum Ausdruck. "Die Blüte fand schon auf den Bögen der früheren Papierherstellung im Ort Berücksichtigung", berichtete der Großräschener.
Etwas mehr Aufmerksamkeit hätten sich Besucher für das Familienwappen derer von Heineken am Barockschloss gewünscht. Dieses hatten Steinmetze und Bildhauer noch bis in die Vorwoche restauriert, um es im Ensemble mit dem sanierten Portal und der Süd-Fassade am Denkmaltag präsentieren zu können. Der optischen Verwöhnung folgte im Lichthof eine akustische. Der mit internationalen Auszeichnungen dekorierte Kammerchor der Kreis-Musikschule verzauberte das Publikum im ausverkauftem Baustellensaal . Unter Leitung von Ernst Ullrich Neumann trafen die goldenen Kehlen speziell mit Volksliedern den Nerv der Konzertbesucher. Eine Zugabe hatte sich zuvor Bürgermeister Horst Bernstein erschlichen - mit Lilien für die Sangeskünstler.