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| 01:04 Uhr

Eine Gartenschau auf der Kippe

Altdöbern.. Eine Gartenschau auf der Kippe, am Wasser und im Park soll sie sein, eine Schau, die zu den Wurzeln einer Landesgartenschau zurückkehrt, die durch die vielen kompetenten Partner für das Land zum absoluten Vorzugspreis zu haben ist – die Landesgartenschau 2009 in Altdöbern. Durch die Partner Vetschau und Drebkau quasi vor den Toren von Cottbus. Aber eine Krücke für den Stadtumbau – das soll sie auf keinen Fall sein. Samstag wird das Konzept der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Von Hannelore Kuschy

Die Idee von der Landesgartenschau 2009 in Altdöbern hat schon heute in der kleinen Gemeinde eine bewundernswerte Schaffenskraft ihrer Bewohner hervorgebracht. Das stellte Michael Feiler, Projektbetreuer bei der IBA „Fürst-Pückler-Land“ heute schon fest. Der ansässige Gewerbeverein ist ein Beispiel dafür. Die Laga würde einen enormen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung für die Region bringen, sind sich Händler, Gewerbetreibende und Unternehmer einig und wollen an diesem Strang mitziehen.
In einem Pressegespräch stellten sich gestern die Laga-Partner von Altdöbern vor, der ersten Gemeinde Deutschlands, die ein solches Großereignis ausrichten möchte.
Seine sechseinhalbtausend Einwohner zählende Großgemeinde habe eh vorgehabt, den Bereich Casel am Gräbendorfer See weiterzuentwickeln, so Drebkaus Bürgermeister Harald Alte krüger. Da komme die Laga-Bewerbung gerade recht. Sofort überzeugt war auch die Vetschauer Seite, so Klaus Biesel von der dortigen Verwaltung. Die Laga-Ziele entsprächen auch den Zielen zur touritischen Entwicklung der Stadt. Beide Partner werden mit dem Johannisreiten bzw. einer 35 Meter hohen Feuerwehrleiter zum über die Kippe schauen am Samstag dabei sein.
Von Anfang an mit im Laga-Boot: die Brandenburgische Schlösser GmbH. Dr. Wolfgang Illert: „Sollte Altdöbern den Zuschlag erhalten, werden wir das Schloss in wesentlichen Teilen bis dahin saniert haben. Wir wollen hier einen Glanzpunkt schaffen, denn in jenem Jahr wird das Schloss 250 Jahre alt. Dadurch, dass jeder Partner mit seinen Mitteln das Laga-Vorhaben unterstützt, wird es sicher die preisgünstigste Laga-Variante unter insgesamt zwölf Bewerbern“ , ist er sich sicher.
Ihre Sanierungsfolge werde auch die LMBV beeinflussen, sollte Altdöbern der glückliche Laga-Ausrichter werden. Projektmanager Knut Rumsch: „Der Gräbendorfer See ist weit fortgeschritten, der Altdöberner (Greifenhainer) See wird noch Schwerpunkt bis 2018 sein. Die weitere Sanierung würden wir im Ernstfalle entsprechend ausrichten.“
Michael Feiler, Projektbetreuer bei der IBA, spricht von einem tragfähigen Konzept, mit dem zu den Wurzeln einer Landesgartenschau zurückgekehrt wird, wie auch Landschaftsplaner Wolfgang Joswig meinte. „Für mich ist entscheidend: Die Bevölkerung stand sofort auf und machte mit. Andere Bewerber nutzen die Laga als Krücke für den Stadtumbau“ , lehnt der Planer ein solches Vorgehen ab.
Für Waldemar Kleinschmidt, der Buga-Erfahrungen Mitte der Achtziger in Cottbus sammelte, wäre die Laga hier der krönende Abschluss der Internationalen Bauausstellung. Auch die Fachhochschule Lausitz unterstützt die Laga-Bewerbung.
Altdöberns Bürgermeister Horst Bernstein kündigt für Samstag eine große Fotomeile an, mit der Einwohner von der Kippe bis zum Park Altdöberner Ansichten von der Vergangenheit bis zur Gegenwart zeigen und damit symbolisch eine Verbindung zwischen der nahen Bergbaufolgelandschaft und dem Park demonstrieren wollen.

Hintergrund Am 4. September: Laga-Konzept wird präsentiert
Das Programm für den 4. September:
16 Uhr: Eröffnung des Informationstages zur Landesgartenschau 2009 an der Naturbühne im Park Altdöbern. Anschließend: Kulturprogramm mit vielen Überraschungen.
19 Uhr: Vorstellung des Konzeptes für die Landesgartenschau 2009 auf einer Großleinwand.
20 Uhr: „Faszination von Licht und Musik“ auf der Naturbühne. Ortsansässige Gastronomen sorgen für das leibliche Wohl. Alle Interessierten sind dazu eingeladen.