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Ein Wiedersehen in alter, neuer Schule

Der Rundgang begann mit einem Blick in die Sporthalle. Alle Teilnehmer waren begeistert vom Umbau.
Der Rundgang begann mit einem Blick in die Sporthalle. Alle Teilnehmer waren begeistert vom Umbau. FOTO: E. Lungwitz/elz1
Lübbenau. Gern sind kürzlich 16 ehemalige Schüler der POS II dem Aufruf zum Klassentreffen in Lübbenau in das Schulgebäude in der Straße des Friedens gefolgt, das zum Schuljahr 1960/61 bezogen wurde. In 24 Unterrichtsräumen wurden seinerzeit 427 Schulkinder aus der Neustadt unterrichtet. E. Lungwitz/elz1

Einen Raum davon bezogen die Senioren, die sich kürzlich zum dritten Mal in diesem Rahmen gesehen haben. Sie wurden vor 50 Jahren, 1966, aus der 10. Klasse der damaligen Polytechnische Oberschule (POS) II entlassen.

Das letzte Treffen lag 14 Jahre zurück. Für die diesjährige Organisation zeichneten Hannelore Koch, Gerlinde Suckstorff und Jürgen Huget verantwortlich. Sie schickten die meisten Einladungen nach Lübbenau und Cottbus. Ingrid Weickert hatte die längste Anreise. Sie kam aus der Nähe von Meißen. Seit dem ersten Treffen verstarben fünf Schulkameraden. Da Gebäude an der Straße des friedens schreibt eine lange Geschichte: Die damalige Oberschule wurde zu einem Gymnasium und erhielt am 13. Mai 1995 den Namen "Paul-Fahlisch-Gymnasium". Anlass war der 65. Todestag des Lübbenauer Ehrenbürgers.

In diesem Jahr kamen alle Eingeladenen mit besonderem Interesse und großer Neugier. Das Schulgebäude wurde umfangreich saniert und umgebaut. Mehr als fünf Millionen Euro wurden dafür investiert.

Der Einladung waren 16 ehemalige Schüler gefolgt. Mit kleinen skeptischen Blicken sahen sich die ankommenden Damen und Herren an: Wer bist denn du? Schnell kam aber meistens die Erinnerung. Bärbel Feller brachte es auf den Punkt. Sie kam, schaute und sagte: "Ihr seht noch alle aus wie früher." Einige Begrüßungsworte vom Mitschüler Jürgen Huget, einen Blumenstrauß für Elke Bartlick, Sie begrüßte nochmals die Gruppe und führte durch das modern sanierte Schulhaus. Sie besuchte die Schule von 1970 bis 1980 und arbeitet jetzt als Sekretärin im Gymnasium.

Beim Betreten des Gebäudes leuchteten viele Augenpaare. Die Gäste suchten nach noch bekannten Dingen. Es hat sich alles verändert, nichts ist mehr so wie noch vor 50 Jahren. Die einzelnen Klassenräume, die Sporthalle, die Aula - alles wurde genau unter die Lupe genommen. Das Klassenzimmer dieser ehemaligen Schüler gibt es nicht mehr. Es kamen bei vielen alte Erinnerungen. Spontan fiel Hannelore Koch ein Lehrer ein. Dieser sagte zu Schülern, die nichts wußten immer: "Du bist des Wahnsinns fette Beute".

Nach der Besichtigung, die alle sehr beeindruckend fanden sagte Jürgen Huget: "Ich würde hier noch einmal zur Schule gehen, denn der Komfort und die Technik gefallen mir sehr".

Alle waren begeistert vom hier Geschaffenen und freuten sich für die jetzt hier Lernenden. Anschließend trafen sich alle im Kartoffel-Gasthaus. Bei einem guten Essen wollten die Gespräche nicht abreißen.

Hannelore Koch hatte ein Buch von Uwe Kant, dem Bruder von Hermann Kant ("Die Aula") dabei. Uwe Kant war bis 1963 Lehrer an der damaligen POS in der Neustadt und beschrieb kleine Histörchen in dem Buch "Das Klassenfest" über seine Tätigkeit als Lehrer. Ein ereignisreicher, unvergessener Tag ging für die ehemaligen Schulkameraden zu Ende. Ein Wiedersehen soll es in fünf Jahren geben.