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| 16:38 Uhr

Schulplanung in Lübbenau
Ein OSZ wird zum Jenaplanhaus

Das ehemalige Oberstufenzentrum in Lübbenau. Der Plan steht für den Umbau des Gebäudes. Die Außentreppe zum Schulhof verschwindet.
Das ehemalige Oberstufenzentrum in Lübbenau. Der Plan steht für den Umbau des Gebäudes. Die Außentreppe zum Schulhof verschwindet. FOTO: Jan Augustin
Lübbenau. Gebäude soll im Oktober 2019 einzugsfertig sein für Grundschule mit Kita und Hort. Von Daniel Preikschat

An einem ungewöhnlichen Ort haben sich die Mitglieder des Lübbenauer Bildungsausschusses samt Besucher kürzlich getroffen. In der Turnhalle in der Otto-Grotewohl-Straße stand ein Thema ganz oben an: der Umbau des leer stehenden Oberstufenzentrums in der Neustadt zu einem Jenaplanhaus, in dem die jetzt noch in der Poststraße beheimatete Jenaplanschule samt Hort und Kita einziehen wird. Von der Turnhalle war es nur ein kurzer Weg hinüber in das vierstöckige Schulgebäude, in dem zuletzt das Paul-Fahlisch-Gymnasium vorübergehend beheimatet war. Planer Fred Jasinski aus Cottbus und Rathaus-Bereichsleiterin Kerstin Schäfer erläuterten dort bei einem Rundgang, später dann detaillierter in der Turnhalle anhand einer Präsentation, was geplant ist.

Größter, nach außen hin sichtbarer Eingriff, ist der Rückbau der äußeren Treppenanlage auf der Schulhofseite. Statt dessen werden zwei neue Treppenaufgänge geschaffen mit direktem Schulhofzugang. Die Grundschule, so Jasinski, kann im zweiten und dritten Obergeschoss eine Gebäudehälfte nutzen, wobei die Lehrerzimmer im Mittelteil angesiedelt sein werden. Geschossnachbar sind Vereine. Die unteren Etagen teilen sich Hort und Kindertagesstätte des Jenaplanhauses, hieß es weiter, hier wird auch die Küchenausgabe sein. Um das Gebäude barrierefrei zu erschließen, muss in die Gebäudemitte ein Aufzug eingebaut, folglich der Gebäudezugang ins Erdgeschoss verlegt werden. Die Überdachung der Außentreppe wird nicht abgerissen, sondern für ein Klassenzimmer im Freien genutzt.

Während das Gebäude im dritten und vierten Obergeschoss gar nicht groß angefasst werden muss, sieht das im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss anders aus. Hier ist ein Teilumbau nötig, um Flächen entsprechend der künftigen Nutzung neu zu ordnen und zu erschließen, erklärte der Planer. Brandschutz und Akustik fordern die Planer ebenfalls.

Wie Kerstin Schäfer weiter ausführte, laufe bereits das Bauantragsverfahren. Ausschreibung und Ausführungslanung werden derzeit vorbereitet. In Arbeit seien auch schon die Entwürfe für die Außenanlagen, die im Ausschuss aber noch nicht vorgestellt wurden. Wenn die Ausschreibung ein gutes Ergebnis bringt und der Umbau reibungslos läuft, könnte die Jenaplanschule nächstes Jahr in den Herbstferien von der Poststraße in die Richard-Wagner-Straße umziehen. Zwei Millionen Euro etwa koste die Baumaßnahme, so Kerstin Schäfer, allerdings bekomme der Schulträger, die Stadt Lübbenau, eine finanzielle Förderung über das Stadtumbauprogramm. Wie teuer die notwendige Sanierung der Turnhalle in der Grotewohlstraße wird, steht indes noch nicht fest.