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Ein kleiner Piks für das Leben

Blutspendenaktion im Spreeweltenbad in Lübbenau am zweiten Tag des neuen Jahres: Schwester Karola vom Blutspendedienst Cottbus bereitet die Blutspende bei Birgit Fibranz aus Lübbenau vor. Für die 53-jährige Lübbenauerin war es bereits die 45. freiwillige und unentgeltliche Blutspende.
Blutspendenaktion im Spreeweltenbad in Lübbenau am zweiten Tag des neuen Jahres: Schwester Karola vom Blutspendedienst Cottbus bereitet die Blutspende bei Birgit Fibranz aus Lübbenau vor. Für die 53-jährige Lübbenauerin war es bereits die 45. freiwillige und unentgeltliche Blutspende. FOTO: Bernd Marx/bdx1
Lübbenau. Der Blutspendedienst Cottbus des Deutschen Roten Kreuzes hat am Samstag im Spreeweltenbad Lübbenau die erste Aktion im neuen Jahr durchgeführt. Mehr als 40 Männer und Frauen gaben jeweils einen halben Liter ihres "Lebenssaftes" ab. Die Motive und Gründe für ihre Spendenbereitschaft waren unterschiedlich. Bernd Marx / bdx1

Für das mehrköpfige Team vom Blutspendedienst Cottbus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gab es am Samstag keine Ruhephase. Bei der ersten Spendenaktion im neuen Jahr hatten sich mehr als 40 Blutspender eingereiht. "In der Spreewaldstadt haben wir immer einen sicheren und zuverlässigen Stamm von Spendern", erklärte Dr. Silke Lindecke aus Königs Wusterhausen, die einst im Medizinischen Zentrum Lübbenau ihren Dienst versah.

Die Schlange an der Anmeldung wollte kein Ende nehmen. Von den Ankommenden wurden die persönlichen Daten aufgenommen, die bereits vorhandenen Spenderkarten kontrolliert und nach eventuellen Erkrankungen gefragt. DRK-Mitarbeiter Toralf Thorenz stellte den wichtigen Hämoglobin-Wert (Hb-Wert) der Spender fest.

"Ich weiß, wie wichtig eine Blutspende zum richtigen Zeitpunkt sein kann", sagte die 50-jährige Finanzbeamtin Katrin Geyer aus Garrenchen bei Luckau (LDS), die vor dem Besuch bei der Ärztin einen Fragebogen ausfüllte. Für Katrin Geyer war es die 19. freiwillige und unentgeltliche Blutspende. "Meine eigenen Blutwerte werden bei solchen Aktionen auch immer gleich mit kontrolliert", so Reinhard Geyer. Für den 52-jährigen Schlosser war es bereits die 76. Blutspende.

Nach der Anmeldung tranken einige Blutspender bereitgestelltes Wasser, Säfte oder Tee. "Damit wird dem Flüssigkeitsverlust beim nachfolgenden Blutspenden vorgebeugt", erklärte Schwester Karola auf Nachfrage. Nach der Kontrolle des Blutdruckes, der Körpertemperatur und nach einem persönlichen Gespräch mit der Ärztin über die eventuelle Einnahme von Medikamenten war der Weg der Spender für die Abgabe von einem halben Liter Blutes frei. Aktive Teamhelferin war Rosemarie Gaßler von der DRK-Ortsgruppe Lübbenau. "Bei diesen Blutspendenaktionen helfe ich gern aus", erklärte die 73-Jährige.

Schwester Karola und Pfleger Max waren für die Blutbilder verantwortlich. "Im Durchschnitt dauert eine Abnahme etwa sechs Minuten", so Pfleger, der ständig den auf der Pritsche liegenden Blutspender und die ordnungsgemäße Funktion des Mischwagens (Schüttler) im Auge behielt.

Auf einer der vier Liegen lag Birgit Fibranz aus Lübbenau beim "Blutabzapfen". "Ich habe selbst einmal eine lebenswichtige Blutkonserve bekommen", nannte die 53-jährige Sozialarbeiterin als Grund, warum sie bereits zur 45. Blutspende gekommen war.

"Vielleicht brauche auch ich einmal schnelle Hilfe durch eine Bluttransfusion", sagte Frank Schneider aus Lübbenau. Beim 44-jährigen Bahn-Elektriker wurde die 34. Blutspende eingetragen.

Fast neben ihrem täglichen Arbeitsplatz gab Heidi Weiher Blut ab. "Ich bin überzeugt, dass es irgendjemand dringend benötigt", sagte die 58-Jährige, die im Spreeweltenbad tätig ist. Im Schlepptau hatte sie ihren Mann Gerald mitgebracht. "Für uns ist es inzwischen eine Selbstverständlichkeit zu helfen", so der 58-jährige Anlagenfahrer. In ihren beiden Spendenkarten war diesmal jeweils die sechste Abnahme eingetragen worden.

Über die lange Schlange bei der Anmeldung zur Spendenaktion freute sich auch Pfleger Max. "Die heutigen Blutkonserven sind ja nur für die nächsten 40 Tage haltbar", erklärte der DRK-Mitarbeiter. In diesem Zeitrahmen macht das Team des Blutspendedienstes Cottbus in der Spreewaldstadt Lübbenau wieder Station.