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Ein heißer und auch ungemütlicher Sommer

Buchwäldchen.. Wie lange dauert eigentlich der Sommer bei uns? Nach dem Kalender beginnt er am 21. Juni und endet am 23. September. Die Natur richtet sich eher selten nach dem Kalender. Regional unterschiedlich und in den einzelnen Jahren verschieden, entwickelt sich die Vegetation.

Signalpflanzen teilen das Jahr in zehn natürliche Jahreszeiten. Nach dem Naturkalender hat der Frühsommer in Buchwäldchen mit dem Blühen der Robinie am 29. Mai begonnen und mit der Fruchtreife der Pflaumen um den 3. September geendet.
Mai: Anfang/Ende waren sehr warm. Dazwischen vorherrschend kühl und regnerisch.
Juni: Maikühle Witterung auch in der ersten Dekade. Ab 13. Juni begannen Sommertage in ununterbrochener Folge. Die höchste Temperatur des Jahres wurde am 25. Juni mit 35,5 Grad Celsius gemessen.
Juli: Sommerlich warme Tage, tropisch heiße und auch novemberkalte, wechselten sich mehrfach ab. Ein Beispiel: Auf den heißen Tag am 4. Juli folgten unmittelbar 16,7 Grad, 18,9 Grad und 25,2 Grad als Tageshöchsttemperaturen. Landregen mit sehr ergiebigen Niederschlägen brachten solche frischen Temperaturen als Begleiterscheinungen. Insgesamt 155 l/qm regnete es im Juli. Soviel wie in diesem Monat regnete es in den vergangenen 14 Jahren nur zweimal: Im August 2002: 180 l/qm und im Juni 1995: 157 I/qm.
August: Häufige Schauer und bereits herbstliche Temperaturen kennzeichneten die erste Hälfte des neuen Monats. Erst danach lagen die Tageshöchstwerte deutlich über 20 Grad.
September: Viel Sonnenschein vom ganztags wolkenlosen Himmel und sommerliche Temperaturen kennzeichneten den September. Nur an wenigen Tagen zu Monatsmitte und -Ende war es regnerisch und herbstlich kühl.
Meteorologische Begriffe:
Sommertag sind Tage mit einer Höchsttemperatur von mindestens 25 Grad / heiße Tage (Tropentage): Tage mit einer Höchsttemperatur von mindestens 30 Grad.
Bemerkenswert ist, dass im Sommer 2005 die Region von Wetteranomalien weitgehend verschont geblieben ist. Die langanhaltenden Niederschläge hatten zwar erhebliche Ernteausfälle bei Getreide verursacht, waren aber für die Vegetation insgesamt von Vorteil. Trotz der ungewöhnlich häufig auftretenden kühlen Perioden sind 74 Sommer- und heiße Tage gezählt wurden. Innerhalb der letzten 13 Jahre war 2005 der drittwärmste Sommer. (hje)