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| 17:02 Uhr

Tag der Verliebten
Ein Heiratsantrag zum Valentinstag?

 Egal ob in der Schlosskapelle Reuden, unter freiem Himmel im Schlosspark Altdöbern oder im Neupetershainer Wasserturm – die Orte für eine romantische Hochzeit sind imSpreewald sehr vielfältig.
Egal ob in der Schlosskapelle Reuden, unter freiem Himmel im Schlosspark Altdöbern oder im Neupetershainer Wasserturm – die Orte für eine romantische Hochzeit sind imSpreewald sehr vielfältig. FOTO: Uwe Hegewald
Calau/Lübbenau/Vetschau/Altdöbern. Standesämter zwischen Lübbenau und Altdöbern sind auf eventuelle Antragsflut vorbereitet. Von Uwe Hegewald

Zum Valentinstag 2018 hat die Lufthansa Cargo 800 Tonnen roter Rosen nach Deutschland transportiert. So zumindest stand es in der „Transport“ – die Zeitung für den Güterverkehr. „Die meisten Rosen kommen aus Kenia und Südamerika. Dort herrschen ganzjährig gute Anbaubedingungen“, so das Blatt. Das ist Wasser auf den Mühlen derer, die hinter dem Valentinstag ohnehin eine Erfindung der Floristik- und Süßwarenbranche vermuten.

Aber was, wenn der Verehrer am heutigen Tag mit Rosen oder Pralinen auf die Knie geht und die Geste mit einem Heiratsantrag verknüpft? Kein Problem sagen die Standesbeamtinnen zwischen Lübbenau und Altdöbern. Für den vermeintlich schönsten Tag im Leben gäbe es noch viele freie Termine. „Aktuell liegen uns 13 Reservierungen für 2019 vor, vier Eheschließungen haben bereits stattgefunden“, informiert Cornelia Becker. Für Donnerstag, 19.09. 2019 liegt in Calau aktuell keine Anfrage vor, teilt die Standesbeamtin der Stadt mit. Neben dem Trauzimmer im repräsentativen, denkmalgeschützten Rathaus (Markt) können Paare ebenso im Herrenhaus Groß-Jehser sowie in der Gutskapelle Reuden den Bund fürs Leben schließen. Trauungen unter freiem Himmel können nicht angeboten werden.

Anders in Altdöbern, wo Heiratswillige gleich zwischen zwei Trauorten unter freiem Himmel wählen können. Neben dem Schlossgarten der Orangerie (seit 2013) besteht seit dem vergangenen Jahr das Angebot, sich im Französischen Garten des Schlossparks Altdöbern das Jawort zu geben. 2018 wurde dieses bereits von zwei Paaren in Anspruch genommen. Darüber hinaus weist Altdöberns Standesbeamtin Marén Gebauer-Liesk auf die vier Gebäude im Amtsgebiet hin, in denen Trauungen vollzogen werden können: das Trauzimmer in der Amtsverwaltung Altdöbern (Rathaus), die Orangerie, der Bürgertreff am Wasserturm Neupetershain sowie das Herrenhaus auf Gut Geisendorf (Gemeinde Neupetershain). Marén Gebauer-Liesk geht in diesem Jahr von rund 25 Anmeldungen aus. 2018 gab es insgesamt 30 Eheschließungen.

Was bei den Menschen beliebt ist, funktioniert mitunter auch auf kommunaler Ebene. 2011 vollzogen Lübbenau und Vetschau die Standesamts-Ehe. Vorangegangen war eine rund zweijährige Verlobungszeit. Dementsprechend gibt das Städteduo auch bei den Terminreservierungen den Ton an. „Uns liegen bereits 158 Reservierungen für dieses Jahr vor. Und wer weiß, vielleicht kommen nach dem Valentinstag, an dem selbst auch eine Eheschließung in unserem Standesamt stattfindet, noch einige hinzu“, sagt Mandy Kunze.

Wie die Lübbenauer Rathaussprecherin weiter informiert, hätten sich Heiratswillige auch schon für Termine an Tagen mit ausgefallenem Datum eingetragen. „Bisher liegen uns drei Reservierungen für den 19.9. und eine für den 9.9. vor“, berichtet sie. Wie in jedem Jahr gilt der Pfingstsamstag als sehr begehrtes Datum. „Dieser Termin ist bereits ausgebucht, wie auch der 29. Juni und der 24. August“, so Mandy Kunze.

Generell sei für Samstage im Juli und August Eile geboten, da an diesen Tagen nur noch vereinzelte Termine frei sind. Und das, obwohl Vetschau und Lübbenau über eine große Auswahl von Trauorten verfügen. Neben dem Rathaus in Lübbenau/Spreewald stehen das Schloss Lübbenau, das Schloss Beuchow, das Stadtschloss Vetschau und das Freilandmuseum Lehde zur Auswahl. Hoch im Kurs stünden Eheschließungen im Lübbenauer Rathaus, im Rittersaal in Vetschau (Stadtschloss/Verwaltung) sowie im Schloss Lübbenau.

Paare, die es besonderes ausgefallen mögen, wird das Freilandmuseum mit seiner einmaligen Kulisse empfohlen. Brautpaar und Gäste würden dort traditionell mit Brot und Salz begrüßt, die Trauungszeremonie findet mit einer kleinen Gesellschaft (etwa 20 Gäste) in historisch entspannter Atmosphäre in einem reetgedeckten Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert statt. Die Möglichkeit, sich unter freiem Himmel trauen zu lassen, gibt es in den Spreewaldstädten Lübbenau und Vetschau indes nicht.