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| 02:46 Uhr

Ein atemberaubendes Derby mit einem glücklichen Sieger

René Sewald mit Drang zum Tor, an ihm hängt HC-Spieler Pascal Freund.
René Sewald mit Drang zum Tor, an ihm hängt HC-Spieler Pascal Freund. FOTO: Roland Hottas/rhl1
Lübbenau. In einem Spreewaldderby, das alle Erwartungen übertraf, war die TSG Lübbenau 63 am Ende ein glücklicher Sieger. Der HC Spreewald, der bis zur 56. Minute wie der Sieger aussah, scheiterte letztlich an seinem Nervenkostüm. Eberhard Schelletter / esc1

In der ausverkauften Lübbenauer Blau-Gelb-Arena stellten sich beide Spreewaldteams zum Meisterschaftsspiel und Rückrundenderby. Während die favorisierten Hausherren mit einem Sieg den Klassenerhalt sichern konnten, brauchten die Gäste beide Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

450 Zuschauer sahen ein fantastisches Derby und einen Spielverlauf, der an Spannung und Turbulenz nicht mehr zu übertreffen war. Der HC Spreewald begann mit viel Respekt und leicht vergebenen Torchancen. Das TSG-Team dagegen fand sofort seinen Spielrhythmus und überzeugte mit hoher Treffsicherheit. Christopher Perschk, René Sewald und Sebastian Schultz trafen zum 3:0 und der HC antwortete mit den Anschlusstreffern zum 3:2.

Schwächen in der TSG-Defensive blieben ungestraft und brachten Sicherheit in die Angriffsaktionen der Gastgeber. Nach einem verwandelten Siebenmeter der Gäste zum 5:3, übernahmen die TSG das Spielgeschehen. Mit schnellen Offensivaktionen setzten Sebastian Schultz (2) René Sewald und Christoph Wilde die Treffer zum 9:3.

Die Gäste hatten alle Nervosität abgelegt und kämpften mit letztem Einsatz um die Anschlusstreffer. Ihre Rückraumschützen Pascal Freund und Nils Werner nutzten Lücken im Deckungsblock des Gegners und nach zwei vergebenen Strafwürfen der Gastgeber hatten sie den Spielstand zum 11:11 (25.) ausgeglichen und die TSG-Männer eine 9:3-Führung verspielt. Der bis dahin kontrollierte Spielverlauf der Hausherren war gekippt. Das TSG-Team vergab einen weiteren Siebenmeter und im Gegenzug folgte der von den mitgereisten Fans umjubelte erste Führungstreffer der Gäste zum 11:12. Die TSG-Schützen vergaben beste Torchancen und beim Spielstand von 13:13 gingen beide Mannschaften in die Halbzeitpause.

Auch im zweiten Durchgang b lieb es ein dramatischer Spielverlauf. Nach einem Fehlwurf und dem dritten von insgesamt fünf vergebenen Strafwürfen der Gastgeber, setzte der HC die Treffer zum 13:15 und erhöhte gegen eine verunsicherte TSG-Mannschaft den Spielstand auf 14:18.

Ohne die Verletzten Matthias Drannaschk, Stefan Richter und Sebastian Köhler fehlte der TSG die Gefahr am Kreis. Der Deckungsblock stand, im Angriff bestimmten Fehlwürfe und Einzelaktionen den Spielverlauf. Pascal Freund traf zum 15:19 (40.) für die Gäste. Mit einem langen Endspurt beendeten die Gastgeber den Siegeszug des Städtenachbarn. René Sewald und Christoph Wilde (2) verkürzten auf 18:20 und Justin Suhl übernahm die Verantwortung und erzielte mit einem Siebenmeter den Anschlusstreffer zum 19:20. In einem leidenschaftlichen und kampfbetonten Spielverlauf bis zum Stand von 25:25 (58.) gingen alle Akteure bis an ihre Leistungsgrenze. Dann aber setzte Christoph Wilde die entscheidenden Big Points zum 27:26 in einem bis zum Abpfiff atemberaubenden Derby, in dem die Zuschauer lange um den Sieg ihrer Mannschaft bangen mussten und beim Abpfiff befreit ihren Emotionen freien Lauf ließen.

TSG Lübbenau 63: Steve Sangl (TW), Florian Verhöven (TW), Tony Mudrick (TW), Justin Suhl (1), Christopher Perschk (3), Dustin Trenkmann (2), René Sewald (5), Christoph Wilde (10), Matthias Lehmann (1), Nicola Kuhlmey (1), Sebastian Schultz (4), Thomas Werban.

HC Spreewald: Florian Kleindienst (TW), Daniel Wegner (TW), Wolfgang Freimann (1), Marcus Bischoff, Chris Guhrenz (3), Pascal Freund (10), Felix Schulz, Christian Dressel (2), Nils Werner (10), Pascal Würfel, Jens Kranick, Sven Neuendorf.

Zeitstrafen: TSG 2, HCS 6.