Das alte Wasserwerk steht in den Slamener Kuthen neben dem neuen Wasserwerk und der Naturschutzstation. Es war als erstes Spremberger Wasserwerk im Jahr 1928 gebaut worden. Das Gebäude zur Wasserverrieselung und Erdbehälter zur Eiseneliminierung und Entsäuerung des Trinkwassers bilden ein Bauensemble und sind aus historischer Sicht erhaltenswert. "Der Spremberger Wasser und Abwasserzweckverband hat es dem Nabu auf unbegrenzte Zeit zur Nutzung als Quartier für die Fledermäuse verpachtet", sagt Wieland Böttger. Zuerst wollen die Nabu-Mitglieder das Objekt etwas freischneiden, danach müsse der Eisenschlamm raus, dann könnten die Winterquartiere eingerichtet werden, sagt Wieland Böttger. Das Vorhaben habe einen Gesamtwertumfang von 35 000 Euro. In der Bestandsaufnahme konnten der Stiftung "NaturSchutzFonds" in der Slamer Heide ganze acht Fledermausarten nachgewiesen werden. "Die Spreeaue, der Kuthen-Urwald mit seinen Feuchtgebieten und die großen Waldflächen des Landschaftsschutzgebietes Slamer Heide sind die Voraussetzung für die Fledermausvielfalt. Leider wurden nach dem Jahr 1993 mit dem Abriss der Industriebausubstanz des Kraftwerkes Trattendorf und des LONZA-Werkes in zwei bis drei Kilometern Entfernung zum Wasserwerk zahlreiche Winterquartiere für Fledermäuse vernichtet - ohne Ersatz zu schaffen. Das versuchen wir jetzt nachzuholen", sagt Böttger. Gut für die Stadt als auch für den SWAZ sei, dass die Spremberger Nabu-Leute sich um die bautechnische Unterhaltung des Gebäudes, sowie um die Reinigung der Quartiere, die Kontrolle, Erfassung und Kartierung der Fledermausarten kümmern wollen. Auch die Fledermauswinterqartiere in der Ratsheide, um die sich der Nabu bereits eine Weile kümmert, sollen im März kommenden Jahres wieder gereinigt werden. Annett Igel