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| 18:48 Uhr

Raddusch
Hohl, aber wertvoll: Eiersuche an der Radduscher Slawenburg

Wegen des kalten Wetters strömten zahlreiche Besucher in die Slawenburg. Besonders die Kinder nutzten die Gelegenheit, im Burgumfeld nach Ostereiern zu suchen. Bei Bärbel Lange konnten sie sich beim Ostereierverzieren üben.
Wegen des kalten Wetters strömten zahlreiche Besucher in die Slawenburg. Besonders die Kinder nutzten die Gelegenheit, im Burgumfeld nach Ostereiern zu suchen. Bei Bärbel Lange konnten sie sich beim Ostereierverzieren üben. FOTO: Peter Becker
Raddusch. In den warmen Innenräumen entstanden wahre Kunstwerke Von Peter Becker

Des einen Leid ist des anderen Freud: Dieser Spruch traf in diesem Jahr zu Ostern wieder einmal zu. Während die Kahnfährleute, die Boots – und Fahrradverleiher auf die Kälte schimpften, freuten sich die Indoor-Veranstalter. Dazu gehörte die Slawenburg Raddusch mit ihrem Angebot zu den Osterfeiertagen.

Juliane Schudeck von der Burg hatte alle Hände voll zu tun, immer wieder neue Ostereier zu verstecken. Im Umland der Burg lagen je Feiertag 220 bunte, essbare Eier und 40 goldene, zwar hohl, aber wertvoll: Die Kinder konnten sie im Burgladen gegen eine Tüte mit Geschenken umtauschen.

Viele nutzten das Angebot von Bärbel Lange, Ostereier nach sorbischer Art zu verzieren. Die Lübbenauerin betreibt seit 2009 eine eigene Malwerkstatt. Ihre Kundschaft ließ sich alle Zeit, um im warmen Raum wahre Kunstwerke entstehen zu lassen.

Regine Piossek war mit ihren Kindern Leonie und Paula aus Cottbus gekommen. „Wir nutzen jedes Jahr das Angebot der Burg. Unsere Ostereiersammlung wird dadurch immer größer und auch letztlich auch immer besser. Und heute lassen wir uns richtig Zeit, aber Eier suchen gehen wir trotzdem mal schnell, einmal müssen wir an die sehr frische Luft“, so die Cottbuserin.

Max Schälicke war mit seiner Oma Catrain Thomisch gekommen. Er verbringt ein paar Ostertage bei Oma und Opa auf dem Campingplatz in Lübbenau. Während die Oma schon im August einen mehrtägigen Kurs bei Bärbel Lange besucht hatte, nutzte sie nun das Burgangebot, um ihre Fertigkeiten zu festigen. Dem 8-jährigen Enkel konnte sie wertvolle Tipps geben und entlastete damit Bärbel Lange, die alle Hände voll zu tun hatte. Jedes Kind bekam zu seinem selbstgestalteten Osterei auch eine Urkunde, gestaltet von Michael Lange, der seine Frau unterstützte.

Immer wieder schauten Burgbesucher herein und mussten mangels freier Plätze noch mal in die Ausstellung gehen oder ins Burgrestaurant. Inhaberin Stephanie Thiel und ihr Team bedienten flott, dennoch war während der Mittagszeit auch hier das Platzangebot knapp.

Aus ihrer Sicht ein gelungenes Ostergeschäft, wenn auch mit Beigeschmack: Eine Gruppe wollte zur besten Kaffeezeit kommen, schreckte aber vom Burgeintritt ab. Melanie Rieck aus Niewitz: „Wir machen traditionell Ostern einen Familien Ausflug und wollten nachmittags gemeinsam noch Kaffee trinken fahren, und die Slawenburg lag auf unserem Heimweg. Da wir insgesamt 14 Personen waren, davon vier Kinder, wären wir auf einen sehr hohen Eintritt gekommen, und das nur für Kaffee und Kuchen.“ Stephanie Thiel: „Vielleicht findet sich endlich mal eine Eintrittsregelung. Wir freuen uns trotzdem auf das nächste Event, den Herrentag am Grill und auf Pfingsten, mit Spargel, Erdbeeren und Pasta.“