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Ehrung der Feuerwehrlaute
Achtungsvoll Dienstmütze gezogen

Bürgermeister Werner Suchner war es vorbehalten, Thomas Pelzer, Daniela Buder und Dirk Augustin (v. l.) für die bisher geleistete, ehrenamtliche Arbeit in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Calau zu bedanken. Am kommenden Freitag nimmt das Trio an eine Auszeichnungsveranstaltung im Potsdamer Inselhotel teil.
Bürgermeister Werner Suchner war es vorbehalten, Thomas Pelzer, Daniela Buder und Dirk Augustin (v. l.) für die bisher geleistete, ehrenamtliche Arbeit in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Calau zu bedanken. Am kommenden Freitag nimmt das Trio an eine Auszeichnungsveranstaltung im Potsdamer Inselhotel teil. FOTO: Hegewald / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Calau. Calau ehrt verdienstvolle Feuerwehrleute. Nachwuchs wird konsequent gefördert. Uwe Hegewald

 Zum siebten Mal zeichnen die Stadt Calau und der Verein zur Förderung des Feuerwehr- und Brandschutzwesens verdienstvolle Feuerwehrleute aus. Als Austragungsort des Stelldicheins der Floriansjünger, Gäste aus lokaler Politik und Wirtschaft hat sich die Stadthalle bewährt.

„Wir hatten schon bis zu 220 Gäste. Das zeigt, welchen Stellenwert die Veranstaltung genießt“, sagt Daniela Buder, Vorsitzende des Fördervereins, bei der die Fäden zusammenlaufen. Wie auch bei den Wettbewerben um den Schusterjungen-Pokal, wenn die Hauptfeuerwehrfrau im mobilen Büro Regie führt. Bürgermeister Werner Suchner (parteilos) bedankte sich bei Daniela Buder und ihrem Organisationsteam. „Es ist immer ein hoher Kraftaufwand, den es bereits im Vorfeld zu stemmen gilt“, so das Stadtoberhaupt. Die Stadtfeuerwehrtage, Osterübungen, Zinnitzer Nachtläufe, Begleitungen und Absicherungen anderer öffentlicher Veranstaltungen zählte er auf – und eben den Schusterjungenpokal. Dass dieser in diesem Jahr bereits seine zehnte Auflage erlebte, machte Werner Suchner an vielen Müttern und Vätern fest. Drei von ihnen werden am kommenden Freitag, 27. Oktober, ins Inselhotel nach Potsdam chauffiert, um dort an einer Festveranstaltung des Brandenburger Innenministeriums für verdienstvolle Feuerwehrleute teilzunehmen:Stadtjugendfeuerwehrwart Thomas Pelzer, der stellvertretende Stadtwehrführer Dirk Augustin und die Vorsitzende des Fördervereins Daniela Buder. Sie alle betonen, den Ausflug in die Landeshauptstadt stellvertretend für alle Organisatoren und Mitgestalter Calauer Feuerwehr-Aktivitäten anzutreten.

„Mal schauen, was uns dort erwartet“, sagt Daniela Buder, die vor 21 Jahren der Calauer Wehr beigetreten ist. Und noch ein „Super-Girl“ ist in den Fokus der Calauer Auszeichnungsveranstaltung gerückt: Kathleen Rohmann. Als am 5. Oktober Sturmtief Xavier über Deutschland hinwegfegte, leitete sie die eigens im Calauer Feuerwehrdepot eingerichtete Einsatzleitstelle. „Keine leichte Aufgabe. Als Disponentin koordinierte sie die Einsätze von 15 Ortsfeuerwehren, nahm Anrufe besorgter Bürger entgegen und die von Leuten, die an diesem hektischen Donnerstag sonst noch was von ihr wollten“, zog Frank Fiedermann  symbolisch die Dienstmütze vor der Kameradin. Der stellvertretende Stadtwehrführer ist sich sicher, die Gründe des souveränen Auftritts von Kathleen Rohmann zu wissen – „die oft gelobten, weiblichen Multitasking-Fähigkeiten“.

Mit bisher 95 gefahrenen Einsätzen verzeichnet die Feuerwehr Calau mit ihren Ortswehren ein durchschnittliches Jahr 2017. Als ein Erfolgsrezept erwies sich das Bündeln von Aktivitäten mit benachbarten Feuerwehren. „Erstmals hat Calau gemeinsam mit den Feuerwehren Lübbenau, Großräschen und Altdöbern eine Ausbildung zum Truppmann beziehungsweise zur Truppfrau durchgeführt“, informierte Ausbildungschef Frank Fiedermann. Modell und Format zeigen Wirkung – ein weiterer interkommunaler Truppmann/-frau-Lehrgang ist bereits angeschoben.

Bürgermeister Werner Suchner hob hervor, dass es insbesondere der konsequenten Nachwuchsarbeit zu verdanken sei, dass stets eine entsprechende Anzahl von Ausbildungswilligen nachrückt. „Das Gewinnen von Kindern und Jugendlichen für die Feuerwehr ist ungeheuer wichtig. Mit unseren Aushängeschildern Schusterjungenpokal, den Zinnitzer Nachtläufen und dem Zugehen auf Schulen, ist unsere Feuerwehr auf dem richtigen Weg“, würdigte er und verglich das Streben nach besten Ergebnissen am Beispiel eines Staffellaufes: „Möge immer einer da sein, an den der Staffelstab weitergereicht werden kann.“