Im Rahmen einer Festveranstaltung sind in dieser Woche in Muckwar (Gemeinde Luckaitztal) die diesjährigen Bürgerpreise verliehen worden. In ihrer Festrede verwies Amtsausschussvorsitzende Martina Möller auf die Herausforderungen in einer Amtsgemeinde.

„46 Prozent Kreisumlage und 36 Prozent Amtsumlage lassen unseren fünf Gemeinden nur wenig Luft für freiwillige Aufgaben.“ Umso dankbarer seien die Kommunen für die Bereitschaft vieler Mitbürger, sich in ihren Orten ehrenamtlich einbringen.

Roland Schneider, Bürgermeister der Gemeinde Luckaitztal erinnerte an ein Zitat von Hermann Gmeiner, Begründer der SOS-Kinderdörfer: „Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss.“ Die Liste derer, die in den fünf amtsangehörigen Gemeinden mehr und Großes tun, ist lang. Ihnen zu danken, ist im Amt zur Tradition gereift.

Aus Vereinsleben nicht mehr wegzudenken

Für die Gemeinde Bronkow nahm Elvira Graßhoff (Lug) den Bürgerpreis entgegen. In der Laudatio wurden ihr „Zugpferd-Mentalitäten“ zugesprochen, wie auch ein „kritischer Geist“. Sie sei stete Ansprechperson für Nachbarn, Mitbewohner, Senioren und eine begnadete Hobbybäckerin.

Das trifft auch auf Steffen Hanschke aus Neupetershain-Nord zu. Bei nahezu jeder Feierlichkeit bringt sich das Mitglied im Petershainer Traditionsverein und im Gemeinde-Kirchenrates mit seinen Koch- und Backkünsten ein, er unterstützt Aktivitäten des Kulturausschusses sowie viele öffentliche Veranstaltungen.

So auch Jürgen Pufe, dem es zu verdanken ist, dass die Neupetershainer Gemeindebibliothek erhalten blieb. Seit vielen Jahren stellt sich der pensionierte Lehrer lokalen Belangen, hält die Ortschronik auf dem aktuellem Stand, organisiert die jährlichen Neupetershainer Radausflüge oder bringt sich beim SV Corona ein. Dass es auch beim SSV Alemannia nicht ohne Ehrenamt geht, wird am Beispiel von Gerd Plociennik deutlich. Als langjähriger Förderer und Sponsor ist er aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken. Die Sanierung von zwei Spielfeldern, die Installation der Flutlicht- und einer Beregnungsanlage sowie das Aufstellen von Fangnetzen tragen die Handschrift des regelmäßigen Trikotsponsors.

Ehrung für Lebenswerk

Unter Tränen nahm Monika Hannusch ihren Bürgerpreis entgegen. Auch postum für ihren kürzlich verstorbenen Ehemann Günther, mit dem sie das öffentliche Leben in Bahnsdorf (Gemeinde Neu-Seeland) über viele Jahre mitgestaltete. So etwa in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr, beim Betreuen der Tombola zu den Dorffesten oder der roten Telefonzelle, die zur Bücherbox umfunktioniert wurde.

Als „Allrounder“, „Frontmann“ und „Architekt der Dorffeste“ ist Frank Sonntag angekündigt und geehrt worden. Er sei nicht nur Vorsitzender der Gartensparte in Buchwäldchen (Gemeinde Luckaitztal), sondern auch ein Mitbürger, der lokale Projekte anpackt und verwirklicht.

Allesamt Attribute, die auch auf Marianne Aust (Altdöbern) zutreffen. Ob bei Veranstaltungen im Heimatverein, Aktivitäten im Freibad oder zu den Parksommerträumen – es gibt kaum öffentliche Momente, bei denen die taffe Edelhelferin fehlt. Oftmals mit einem Kuchen unterm Arm, den die begnadete Hobbybäckerin gerne mit ihren Mitmenschen teilt.

Einer „Ehrung für sein Lebenswerk“ glich die Bürgerpreisverleihung an Bernhard Dase. 41 Jahre bewirtschaften er und seine Ehefrau Karin das Altdöberner Schützenhaus. Als Kulturschaffender sorgte er für hochwertige Konzerte oder Kabarettveranstaltungen und gab Vereinen eine Heimstätte. Inzwischen in Beeskow lebend, habe sich das Paar in Altdöbern durch ihr Wirken selbst ein Denkmal gesetzt. Amtsdirektor Frank Neubert schloss sich den Glückwünschen an und betonte, dass alle Bürgerpreisträger ihre ehrenamtliche Arbeit auch zukünftig fortsetzen wollen.