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| 17:27 Uhr

Hilfe für Bedürftige
DRK-Helfer müssen umziehen

Projektleiterin Christa Schiller (re.) und ihre Mitarbeiterinnen haben sich mittlerweile in den neuen Räumlichkeiten eingerichtet.
Projektleiterin Christa Schiller (re.) und ihre Mitarbeiterinnen haben sich mittlerweile in den neuen Räumlichkeiten eingerichtet. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Lübbenau. Der Ausbau der Lübbenauer Sozialstation zwingt zum Standortwechsel in der Neustadt. Von Daniel Preikschat

Vorige Woche Donnerstag haben die Suppenküche-Stammkunden noch wie immer in der Rudolf-Breitscheid-Straße gegessen. Tags drauf am Freitag schlürften sie ihre Soljanka schon am anderen Ende der Neustadt, in der Straße des Friedens 35. In dem Objekt des Wirtschaftsinstituts Mentil Naumann, gleich neben dem Repo-Markt, konnte die Stadt Lübbenau das Erdgeschoss anmieten. „Hier haben wir sogar noch mehr Platz als in der Breitscheidstraße“, sagt DRK-Projektleiterin Christa Schiller. Allerdings sind die Raumzuschnitte nicht so günstig und es musste renoviert werden.

Entscheidend wichtig für die Lübbenauerin ist jedoch, Suppenküche, Lebensmittelausgabe, Möbel- und Kleiderkammer wie bisher an einem Standort anbieten zu können. Man hätte sonst nicht mehr annähernd so viele bedürftige Menschen erreicht wie bisher. Auch sollten Kleider- und Essenversorgung nicht einen Tag unterbrochen werden. Dank eines Helfers von der AWO, der einen großen Topf heißer Soljanka vorbeibrachte, gelang das auch. So konnte Suppe ausgeschenkt werden, obwohl die Küchengeräte noch nicht alle aufgestellt und angeschlossen waren.

Immerhin 15 600 Mahlzeiten im Jahr geben die DRK-Helfer aus und 32 500 Kleidungsstücke. Die Möbelkammer nutzen jährlich gut 1000 Personen. Voraussichtlich 24 Monate werden die fünf Helfer in dem Ausweichquartier anzutreffen sein. So lange dauert vermutlich  die energetische Sanierung der Sozialstation in der Breitscheidstraße für 2,25 Millionen Euro. Wobei die Stadt eine 90-Prozent-Förderung nutzen kann dank des „Investitionspaktes Soziale Integration im Quartier“.

Stadtverordneten und Rathaus-Mitarbeitern war es wichtig, die so wichtige soziale Leistung auch während der Baumaßnahme anzubieten. Das wurde unter anderem in Diskussionen im Sozialausschuss deutlich. Auch für Projektleiterin Christa Schiller ist es völlig unvorstellbar, über einen so langen Zeitraum auf die gut genutzten Angebote für bedürftige Menschen zu verzichten. Gerade in den Wintermonaten, die nun wieder bevorstehen, werden Suppenküche und Kleiderkammer erfahrungsgemäß besonders gut genutzt.

Laut Christa Schiller haben Suppenküchengänger und Kleiderkammernutzer kein Problem mit dem neuen Standort. Er bleibt für Lübbenauer zu Fuß erreichbar, die Adresse sei auch allgemein bekannt. Ein Weilchen suchen mussten nur einige Besucher der Möbelkammer, die zum Teil von auswärts kommen, aus Lübben, Vetschau und Calau. Aber auch dort, ist Christa Schiller sicher, wird sich die neue Adresse noch rumsprechen.

Seit Ende vergangener Woche bietet das DRK in der Straße des Friedens 35 Suppenküche, Lebensmittelausgabe, Möbel- und Kleiderkammer an.
Seit Ende vergangener Woche bietet das DRK in der Straße des Friedens 35 Suppenküche, Lebensmittelausgabe, Möbel- und Kleiderkammer an. FOTO: LR / Daniel Preikschat