(rdh) Das modern gestaltete Feuerwehr- und Gemeindehaus im Calauer Ortsteil Saßleben ist nun feierlich eingeweiht und an die künftigen Nutzer übergeben worden. Im Frühjahr 2018 wurde mit den Arbeiten des neuen Gebäudes für die Ortsfeuerwehr und die Gemeinde am Gutshof in Saßleben begonnen. In diesem Zeitraum konnte auch das neue Feuerwehrfahrzeug an die Ortswehr übernommen werden. Anfang Juni 2018 fand dann das Richtfest statt. „Die Baumaßnahme lief wie ein Uhrwerk. Nahezu geräuschlos in der Außenwahrnehmung wurde der Bauzeitenplan innerhalb von zehn Monaten eingehalten“, betonte Calaus Bürgermeister Werner Suchner (parteilos). 682 000 Euro kostet die Baumaßnahme insgesamt, 188 000 Euro Fördermittel stammen aus dem Leader-Programm. „Ich wünsche mir eine dauerhafte Auslastung, die Stärkung der Dorfgemeinschaft und dass sich daraus neue Initiativen ergeben“, so Suchner.

Entstanden sind ein etwa 40 Quadratmeter großer Versammlungsraum mit Miniküche, eine 85 Quadratmeter große, beheizte Feuerwehrgarage und Umkleidekabinen für 37 Kameraden, moderne Sanitäranlagen mit Duschen und Lagerräume. Selbst eine Fußbodenheizung wurde installiert. Die Straßenzufahrt zum Areal wurde erneuert, sieben Pkw-Stellplätze kamen hinzu. Wer nun aber glaubt, die Saßlebener Kameraden leben ab sofort in „spätrömischer Dekadenz“, wird von Stadtwehrführer André Dreßler eines Besseren belehrt: „Alles, was hier entstanden ist, ist absolut angemessen und zweckentsprechend.“ Dreßler betont zugleich, dass damit „Pflichtaufgaben erfüllt werden, die unsere Kameraden im 90. Jahr der Existenz der Ortswehr freiwillig ausüben.“ Allein das neue Fahrzeug macht sich bereits bezahlt: Wurden 2017 noch sieben Einsätze gefahren, waren es ein Jahr später schon 19.

Während der Zeremonie waren auch Ehrengäste dabei. „Wir werden als Verband unseren Teil dazu beitragen, dass gerade in ländlichen Teilen die Freiwilligen Feuerwehren erhalten bleiben“, sagt Werner-Siegwart Schippel, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg.