Kam ein Sturm, dann konnte es in der "Wotschofska" ziemlich ungemütlich werden. Äste in der Oberleitung ließen das Telefon ausfallen, und es dauerte immer eine halbe Ewigkeit, bis die Post das wieder in Ordnung hatte. Aber noch mehr Ärger hatte der Wirt mit der Energieversorgung.

Am Strommast nahe dem Gasthaus war ein Trafo angebracht, der aber offenbar nicht wetterfest genug war. Kamen Sturm und Regen, dann lieferte der nur die Hälfte des nötigen Stroms. Nach vielen Protesten schließlich kamen Monteure.

"Wer arbeitet, der soll auch essen" - nach diesem Motto kam, vor der Arbeit und der beschwerlichen Anreise in die Tiefen des Spreewaldes, erst einmal das "flüssige Brot" für die Monteure. Die staunten aber nicht schlecht, als ihnen der pfiffige Wirt mit verschmitztem Lächeln jeweils ein nur halb gefülltes Bierglas vor die Nasen stellte. "Halber Strom - halbes Bier", so die knappe Antwort.