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| 01:42 Uhr

Deutsches Haus in Lübbenau wird endlich saniert - Restaurant geplant

Lübbenau. Das „Deutsche Haus“ am Kirchplatz in Lübbenau soll spätestens Anfang 2010 wieder eine erste Adresse sein. Die Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald (WiS) wird das zurzeit verfallene Denkmal in diesem Jahr umfassend sanieren. Von Jan Gloßmann

Pressspanplatten zieren das ehemals erste Haus am Platz, darüber ist Werbung montiert. Der Hinterhof ist eine Mischung aus Gestrüpp und bröckelndem Mauerwerk. Das „Deutsche Haus“ hält jahrelangen Dornröschenschlaf. Die kommunale WiS will es nun endlich wecken. „Wir haben das Haus vor einigen Jahren aus einer Zwangsversteigerung gekauft“ , sagt WiS-Geschäftsführer Michael Jakobs. Da der Immobilienmarkt offensichtlich selbst an dieser herausragenden Stelle nicht genügend Druck entfaltet hat, macht sich der Vermieter „nun selber Druck“, so Jakobs.

Binnen Jahresfrist soll das Haus wieder eine erste Adresse werden, umfassend saniert, unter denkmalgerechtem Bauen.

Erste, grobe Kalkulationen gehen von Kosten in Höhe von gut einer Million Euro aus. Dabei rechnet der Bauherr damit, dass Fördermittel für das Vorhaben zur Verfügung gestellt werden können.

Lesen Sie auf Seite 2: Keine Billiggastronomie im DEutschen Haus.

Die künftige Nutzung sei klar. Das frühere Traditionslokal soll an alte Zeiten anknüpfen und ein für den Markt belebender Anziehungspunkt werden. „Wir wollen ein Restaurant mit Flair, keine Billig-Gastronomie“, so Jakobs. Ihm schwebt gehobene Küche vor, die sich nicht nur in der Hauptsaison, sondern auch in der Nebensaison als Anziehungspunkt in der Altstadt behauptet. Pferdefuß: Noch gibt es keinen Betreiber.

Im Jahr 2007 war ein Lübbenauer Interessent erst an-, dann wieder abgesprungen.

Zu der Gaststätte soll es künftig auch eine Terrassenbewirtschaftung geben – dafür müssten allerdings einige der Parkplätze auf dem Kirchplatz in Anspruch genommen werden.

Im Gebäude selbst seien zudem Pensionszimmer möglich. Das Dachgeschoss, so Jakobs, könne gegebenenfalls als Wohnung für die Wirtsleute ausgebaut werden. Diese Pläne waren 2007 bereits im städtischen Bauausschuss diskutiert und auch für machbar befunden worden.

Lesen Sie auf Seite 3: Bürgermeister dankbar für Pläne.
Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) begrüßt die WiS-Pläne: „Ich bin sehr dankbar, dass die Sanierung auf der Agenda steht. Die WiS bringt sich damit nicht nur als Vermieter in die Stadtentwicklung ein , erklärt Wenzel, der auch Aufsichtsratschef des Unternehmens ist.

Als letztes noch unsaniertes Haus am Kirchplatz bleibt neben dem „Deutschen Haus“ das Eckgebäude zur Poststraße. Auch hier will die Stadt eine qualitätsvolle Sanierung und Nutzung.