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| 17:26 Uhr

Tourismus
Touristiker eröffnen Saison und ziehen Bilanz

Themen- und Glühweinkahnfahrten sind schon sehr beliebt. Die Winterkampagne wird im Spreewald noch ausgebaut, denn nicht nur im Sommer sollen die Besucher zwischen Burg, Lübben und Lübbenau verweilen.
Themen- und Glühweinkahnfahrten sind schon sehr beliebt. Die Winterkampagne wird im Spreewald noch ausgebaut, denn nicht nur im Sommer sollen die Besucher zwischen Burg, Lübben und Lübbenau verweilen. FOTO: Framerate Media
Lübben/Lübbenau. Tourismusverbände in der Region blicken auf Übernachtungsplus und neue Pläne. Fontanejahr und Winterkampagne stehen im Fokus. Von Rüdiger Hofmann und Ingvil Schirling

Vergangene Woche ist der Saisonstart in Lübben erfolgt, am Wochenende haben Schlepzig und Lübbenau angestakt. Trotz der winterlichen Witterung wird in der Fließlandschaft der Frühling gefeiert. Die Tourismusverbände haben allen Grund für gute Laune, zeigt doch das Besucherbarometer nach oben. Den Winter haben die Verbände zudem genutzt, um Bilanz zu ziehen, neue Pläne zu schmieden und Kontakte zu knüpfen.

Die Burger beispielsweise waren gerade auf der Internationalen Tourismusbörse.  „Unser Besuch auf der ITB war sehr erfolgreich, denn wir sind mit zahlreichen Touristikern und Partnern zusammengetroffen“, sagt Nicole Schlenger, Sachgebietsleiterin Tourismus des Amtes Burg/Spreewald. Präsentieren konnte man sich mit dem Brandenburgischen Kurorte- und Bäderverband und am Spreewaldstand. „Der Tenor lag vor allem auf unseren Aktivangeboten im Spreewald. Außerdem konnten wir verstärkt mit Winterangeboten werben“, sagt Schlenger. Was die Saison anbelangt, richtet der Tourismusverein Burg den Fokus bereits jetzt auf das Fontanejahr 2019. „Wir wollen Burg als Genussort kulinarisch wie kulturell weiter nach vorne bringen“, so die Leiterin der Touristinformation.

Ebenso war das Dahme-Seenland im mittleren Teil des Landkreises Dahme-Spreewald auf der ITB. „Im Mittelpunkt des fünftägigen Auftritts standen Wanderangebote“, informiert der Landkreis. Im Gepäck hatten die Touristiker eine Broschüre mit den schönsten Wandertouren, die in zweiter Auflage erschienen ist. Präsentiert wurden auf der ITB die verschiedenen Berherbergungsmöglichkeiten in der wasser- und seenreichen Region bis hin zum Urlaub auf dem Hausboot.

Überhaupt sorgte der diesjährige Spreewälder Messeauftritt auf der ITB für angenehme Überraschungen. Erstmals präsentierten sich das größte touristische Unternehmen der Region, Tropical Islands, und der Tourismusverband Spreewald gemeinsam in Berlin. „Wir arbeiten seit langem eng und partnerschaftlich mit Tropical Islands zusammen. Um diese Synergien auch nach außen wirksam werden zu lassen, hat sich der gemeinsame Auftritt prima geeignet“, sagt Annette Ernst, Leiterin des Tourismusverbandes Spreewald. „Natürlich hatten wir auch tolle Neuheiten im Gepäck, zum Beispiel viele, interessante Gruppenangebote, einen prallen Veranstaltungskalender 2018 und den ganz druckfrischen Flyer zum Fontanejahr 2019 mit Karikaturen des Spreewälder Künstlers Reiner Schwalme“, so Ernst.

Beim Blick des Tourismusverbandes Spreewald voraus gibt es vor allem zwei Themenschwerpunkte: „Im September steht eine große Eröffnungsveranstaltung zum Fontanejahr in Lübbenau an“, sagt Kora Kutschbach, Pressesprecherin vom Tourismusverband Spreewald. „Zudem wollen wir unsere Winterkampagne fortführen“, so Kutschbach. Der Spreewald als ganzjähriges Reiseziel soll in den Köpfen stärker verankert werden, um klarzumachen: Nicht nur in den warmen Sommermonaten gibt es Angebote. Themenkahnfahrten würden beispielsweise über das gesamte Jahr eine Rolle spielen.

Apropos bewerben: Noch in den Wintermonaten hatten sich 25 Touristiker des Dahme-Seenlandes zur Produkt-Werkstatt „Die (historische) Jagd als touristisches Produkt“ im Schloss Königs Wusterhausen getroffen. Vertreter der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten waren ebenso dabei wie Vertreter der Forst, von Ferienunterkünften, Wegewarte, Naturpark-Repräsentanten und kommunale Tourismusbeauftragte. Existierende Projekte wurden vorgestellt und neue Ideen gesammelt, wie das Thema Jagd in der Region neu verankert werden kann.

Wenige Tage zuvor hatten sich die regionalen Touristinformationen in Prieros getroffen, um sich auszutauschen. Landkreis-Informationen zufolge wurde vereinbart, zwei Touren zu touristen Angeboten im Dahme-Seenland durchzuführen, um über diese besser informieren zu können.

Steigende Übernachtungszahlen wurden für 2017 fast überall bilanziert. Der Tourismusverband Spreewald verzeichnet ein Plus in Höhe von 2,8 Prozent mit fast zwei Millionen Übernachtungen und einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,5 Tagen. Der Tourismusverband Dahme-Seen zählte 1,3 Prozent mehr Gäste in 2017 und mit gut einer Million Übernachtungen ein Plus von 0,6 Prozent. Gerechnet wird mit allen Betrieben ab zehn Betten.

Um dies weiter auszubauen, die Region besser anzubinden und auch für Reisende attraktiver zu machen, die aus Prinzip auf ein Auto verzichten wollen, gibt es ab 24. März eine neue Linie. Die Spreewaldlinie 506 verbindet bis zum 4. November Lübben, Schlepzig, Tropical Islands und Haltepunkte im Unterspreewald bis nach Alt Schadow. „Gegen Vorlage des gültigen Fahrausweises erhalten Gäste oder Einwohner, die mit der Spreewaldlinie 506 anreisen, einen Rabatt in drei touristischen Einrichtungen“, informiert der Landkreis Dahme-Spreewald. „Mit diesem Angebot sollen gezielt Mehrtagestouristen von Tropical Islands in den Spreewald gelenkt werden.“

Grund zum Feiern gab es in Bezug auf eine Partnerschaft, die weit über die Region hinaus geht. Seit 25 Jahren verbindet den Spreewald und die Region Chiemsee-Alpenland in Bayern eine herzliche Freundschaft, die besonders der Person von Anton Hötzelsperger zu verdanken ist. Der ehemalige Tourismuschef der Gemeinde Samerberg wurde in der Brandenburger Staatskanzlei für seine Verdienste gewürdigt.