| 02:32 Uhr

Der Waldkauz im Vetschauer Storchenzentrum

Vetschau/Lübbenau. Über Spannendes rund um den Waldkauz, den Vogel des Jahres 2017, wird Winfried Böhmer vom Nabu-Regionalverband Calau Interessierte am kommenden Mittwoch, dem 18. Januar, ab 18 Uhr im Vetschauer Weißstorchinformationszentrum an der Drebkauer straße informieren. red/hk

Der Bestand des Waldkauzes in Deutschland werde auf 43 000 bis 75 000 Brutpaare geschätzt, teilt Bernd Elsner, Geschäftsführer des Nabu-Regionalverbandes, mit. Der für die Arterhaltung entscheidende Bruterfolg hänge jedoch vor allem von der Qualität des Lebensraums ab. Das Fällen alter Höhlenbäume, eintönige Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Nahrung seien die größten Gefahren für einen gesunden Waldkauzbestand, umschreibt er die Situation.

Der lautlose Jäger sei keinesfalls nur im Wald zu Hause, obwohl er sich in lichten Laub- und Mischwäldern am wohlsten fühle. Längst halte er sich auch in städtischen Parkanlagen, Gärten oder auf Friedhöfen mit altem Baumbestand und geeigneten Bruthöhlen auf. Dabei komme er den Menschen recht nah. Tagsüber verstecke sich der Waldkauz in Höhlen oder in dichten Baumkronen. Die nächtlichen "Ku-witt"-Rufe des Waldkauzes seien von Abergläubigen als "Komm mit" interpretiert worden. Angeblich kündigten sie den baldigen Tod eines nahestehenden Menschen an. Das schlechte Image des Jahresvogels hat sich glücklicherweise zum Positiven gewendet.