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Der Tierfreund packt überall mit an

Wenn es nur wenig Grünes für die Hühner gibt, wird Weizen gefüttert. Hartmut Pannwitz aus Wüstenhain ist glücklich mit seinen Tieren. Die Schar wird im Sommer größer, wenn Gänse und Enten dazu kommen, die dann auf dem Nachbargrundstück Gras zupfen dürfen.
Wenn es nur wenig Grünes für die Hühner gibt, wird Weizen gefüttert. Hartmut Pannwitz aus Wüstenhain ist glücklich mit seinen Tieren. Die Schar wird im Sommer größer, wenn Gänse und Enten dazu kommen, die dann auf dem Nachbargrundstück Gras zupfen dürfen. FOTO: hk
Wüstenhain. Es gibt Hunderte Menschen im Norden des Kreises, die um ihr Ehrenamt nicht viel Aufhebens machen. Die RUNDSCHAU stellt einige in loser Folge vor. Heute: Hartmut Pannwitz, Wüstenhain. H. Kuschy

"Ohne Hartmut würde im Heimatverein was fehlen" - das sagt Siegrid Pannwitz über ihren Mann. Und das sehen auch andere so, denn der 73-jährige Wüstenhainer gehört zu den Ehrenamtlichen, die vor der Stadtverordnetenversammlung ausgezeichnet wurden. "Das war eine Überraschung", sagt er, denn für ihn sei es ganz normal, im Dorf mit anzupacken. "Wenn man hier wohnt, will man auch dazu beitragen, dass alles in Ordnung ist", erklärt er, warum er immer wieder mal auf der Festwiese, am Kriegerdenkmal, in der Kirche oder beim Organisieren von Festen anzutreffen ist.

Hartmut Pannwitz ist stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins und kümmert sich auch um die Kirche. Vor Jahren waren mithilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und mit Landesmitteln Fassade und Dach restauriert worden. Dann kamen die Fenster dran, und die Decke ist an der Reihe. Im Mai wird ein Kirchenfest gefeiert. Erwartet wird dazu die 95-jährige Ada Braun. Die Tochter des letzten Wüstenhainer Gutsbesitzers habe die Sanierung von zwei Kirchenfenstern finanziert.

Nicht in Euro oder Stunden kann das ausgedrückt werden, was Hartmut Pannwitz leistet. Sein Betonmischer dreht sich, wenn fürs Dorf was gebaut wird. "Da sparen wir viel Geld", sagt er. Die Friedhofshalle habe er geweißt und die Fassade gestrichen, den Friedhofszaun repariert und Bäume ausgeschnitten. Zweimal im Jahr stehen Arbeitseinsätze an. "Wir wollen uns ja wohlfühlen", begründet er. Und es mache ja noch mehr Spaß, wenn viele helfen. Auch seine Frau sei aktiv. An die 14 Frauen, die bei der Adventsfeier fleißig waren, haben neulich bei Pannwitzens gefeiert.

Beider Hobby sind Garten und Tiere. Fasane, Hühner, Kaninchen, im Sommer Enten und Gänse, Kater Waldi, Jagdhund Eick und die Hündin Susi sind ihr Ein und Alles.