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| 16:57 Uhr

Spreewaldmarathon
Zahlen und Fakten vom flachsten Marathon der Welt

Etwa 500 Helfer sind jedes Jahr bei den Vor- und Nachbereitung des Spreewaldmarathons involviert. 2017 half der Schipkauer Ortsverein des Brandenburgischer Seniorenverbands bei den Abwasch- und Aufräumarbeiten.  .
Etwa 500 Helfer sind jedes Jahr bei den Vor- und Nachbereitung des Spreewaldmarathons involviert. 2017 half der Schipkauer Ortsverein des Brandenburgischer Seniorenverbands bei den Abwasch- und Aufräumarbeiten. . FOTO: Spreewald-Marathon e.V.
Spreewald . Zum Breitensport-Event im Spreewald muss jede Menge organisiert werden. Die RUNDSCHAU hat mitunter kuriose Zahlen und Fakten rund um die Veranstaltung zusammengetragen. Von Stephan Meyer

10.615 Sportler haben sich dieses Jahr für den Spreewaldmarathon angemeldet. Das sind 411 mehr als 2017. Bis jetzt konnte jedes Jahr ein Teilnehmerrekord aufgestellt werden. 12 216 Personen sind beim vergangenen Marathon an den Start gegangen. Cheforganisator Hans-Joachim Weidner (60) geht von bis zu 1500 Nachanmeldungen aus und ist optimistisch, auch im diesen Jahr die 12 000-Marke zu knacken. Am Donnerstag geht es los.

Mit nur 1,7 Meter Höhenunterschied ist der Spreewaldmarathon der flachste Marathon der Welt. Das hat die Fachzeitschrift Laufzeit herausgefunden. „Das bedeutet weniger Kraftanstrengung für die Sportler“, erklärt Weidner. Das mache das Event für viele interessant.

Circa 500 ehrenamtliche Helfer sorgen jedes Jahr für den reibungslosen Ablauf des Spreewaldmarathons. „Hauptsächlich kümmern sie sich um die Betreuung der Verpflegungspunkte“, so Weidner. Sie stellen Getränke bereit oder schmieren Brote für die Sportler. Aber sie werden auch als Ordner eingesetzt. Das Messen der Zeiten und die Ausgabe der Urkunden erfolge hingegen durch Fachkräfte. Über mangelnde Hilfsangebote kann sich Weidner nicht beschweren. „Das klappt sehr gut. Die Ehrenamtlichen wollen das. Der Marathon ist für sie eine tolle Abwechslung.“

105 Mitglieder zählt der Spreewaldmarathon Treue-Club inzwischen. Dieser vereint alle Sportler und Helfer, die zehn Mal oder öfter am Marathon teilgenommen haben. Als Beleg müssen Anwärter Kopien ihrer Urkunden vorlegen. Alternativ dienen Auszüge der Ergebnislisten als Beweis. Mehrfachstarts in einem Jahr zählen nur ein Mal. Clubmitglieder die zehn, 15 oder 20 Jahre in Folge teilgenommen haben, erhalten im nächsten Jahr einen Freistart. Neumitglieder erhalten eine Sonderurkunde und ein T-Shirt oder Radtrikot. Wer im Club ist, darf im ersten Startblock starten.

Über 3 000 000 Euro Umsatz werden an dem Wochenende im Spreewald erwirtschaftet. Das habe das Marktforschungsinstitut GfK ermittelt, erläutert der Marathon-Cheforganisator. Olaf Schöpe, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands in Brandenburg, verwies in dem Zusammenhang schon im vergangenen Jahr auf zahlreiche ausgebuchte Hotels und Pensionen sowie zusätzliche Einnahmequellen bei Gewerbe und Handel hin. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer die Region durch Breitensportveranstaltung kennen und kämen später möglicherweise als Touristen wieder, wie aus einer IHK-Einschätzung hervorgeht.

104 Speisen und Getränke werden den Teilnehmern des Spreewaldmarathons angeboten, um sich während ihrer Strecken und nach den Zieleinläufen zu stärken. Darunter viele Spezialitäten, wie Spreewalder Hefeplinse. Aber auch Erdbeertorte oder Schwein am Spieß sind an den 23 Verpflegungspunkten im Angebot. 48 gefüllte Bottiche mit Trinkwasser sorgen dafür, dass die Sportler nicht dehydrieren. 3400 Bananen geben den Läufern wieder Energie. Weil ein Portemonnaie für die Teilnehmer unnötiger Ballast ist, ist die Verpflegung für sie kostenfrei.

2 Minuten und 35 Sekunden lang ist das Spreewaldmarathon-Lied. Komponiert wurde es 2016 vom 74-jährigen Hobbymusiker Jürgen Carmesin aus Burg.

18 Streckenrekorde verzeichnen die Organisatoren des Spreewaldmarathons mittlerweile. Einige ehemalige Teilnehmer sind gleich mehrfach vertreten. Claudia Pechstein (SCC Skating Berlin/ O.B.F.S.T./ Berlin) hat 2017 die Skate-Marathonstrecke in 1:28:27,50 geschafft. Im gleichen Jahr absolvierte sie auch noch die acht Kilometer Skate-Einzelfahrtstrecke, welche sie in 14:10,21 Minuten schaffte. Den Rekord beim Lauf-Marathon hält Karsta Parsiegla (SCC Berlin), der die Distanz 2016 in 3:02:33,59 lief. Bereits zehn Jahre zuvor eroberte er sich einen Platz auf der Bestenliste. Den Biosphärenreservatshalbmarathon absolvierte er in 1:30:09,88.