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| 01:03 Uhr

Der Ruhlander Kirchturm droht zu kippen

Ruhland.. Die Kirchenglocken sind im Elsterstädtchen verstummt. Früh, mittags und abends wird nicht mehr geläutet. Einzig und allein der Stundenschlag ist noch hörbar. Aus Sicherheitsgründen mussten die Kirchenglocken abgestellt werden, weil die ausgelösten Schwingungen zu gefährlich sind. Sicherheitsstufe rot ist angesagt: Der Ruhlander Kirchturm droht zu kippen. Von Andrea Budich

Pfarrerin Christina Schwedusch zeigt auf die tiefen Risse im Mauerwerk. Über der Orgel an der Decke zwischen Kirchenschiff und Turm klafft ein merklicher Spalt. Der Turm senkt sich südwestlich in Richtung der Bahnhofstraße. Baugrunduntersuchungen und ein Gutachten haben die Ursachen ans Licht gebracht: Der Kirchturm war wegen des sumpfigen Untergrundes auf einem Holzrost in etwa drei Metern Tiefe gegründet worden. Durch Schwankungen im Grundwasserspiegel hat sich das Holz durch die beginnende Fäulnis zersetzt.
Gehandelt werden muss schnell. Noch in diesem Jahr sollen die Sanierungsarbeiten starten, so Pfarrerin Schwedusch. Um weitere Senkungen zu verhindern, muss Zement unter das Fundament gepumpt werden. Die Kosten dafür sind erheblich: 172 000 Euro. In einer großen Hau-Ruck-Aktion wollen die Ruhlander die Hälfte des Eigenanteils in Höhe von rund 20 000 Euro spenden. Knapp 15 000 Euro sind bereits zusammen.

Hintergrund Spendenkonto
  Seit dem 14. Jahrhundert steht an dieser Stelle in der Stadt Ruhland ein Gotteshaus
1772 wurde nach dem großen Stadtbrand von 1768 erstmals eine steinerne Kirche neu aufgebaut
Spendenkonto für den kippenden Kirchturm: Konto 234109; BLZ: 180092744 bei der Volksbank Spremberg-Bad Muskau; Stichwort: Kirchtum Ruhland