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| 18:18 Uhr

Lübbenau
Der Hammer fällt für „Landschaftssicht = Weltsicht“

Nico Knöfel zeigt „Kuh vom Eis“, ein Werk des Berliners Helge Leiberg. Zwölf Werke brachte Auktionator Herbert Schirmer unter den Hammer.
Nico Knöfel zeigt „Kuh vom Eis“, ein Werk des Berliners Helge Leiberg. Zwölf Werke brachte Auktionator Herbert Schirmer unter den Hammer. FOTO: LR / Peter Becker
Lübbenau. Kunst-Symposium geht mit Auktion in Lübbenau zu Ende. Einige Arbeiten werden in der Region ausgestellt. Von Peter Becker

In den Räumlichkeiten der Bunten Bühne Lübbenau hat am Samstag eine Versteigerung von 43 Kunstwerken stattgefunden. Diese waren während eines dreiwöchigen Symposiums zum Thema „Landschaftssicht = Weitsicht“ entstanden, an der sich neun Künstler beteiligten.

Der Spreewald bot sich als Kunstraum an, da hier das Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Kohleabbau im Umland besonders groß ist. Auch acht Schülerinnen und Schüler der Traugott-Hirschberger-Grundschule unter der Leitung von Andrea Linz beteiligten sich am  Kunstprojekt. Deren Arbeiten standen unter dem sinnigen Titel „Von den Alten lernen“ und waren im Foyer ausgestellt.

Insgesamt zwölf Mal ließ Auktionator Herbert Schirmer den Hammer niederdonnern, Werke im Wert von 3120 Euro fanden ihre neuen Besitzer. Ein Teil des Erlöses kommt dem Verein Freunde der Lübbenaubrücke zugute, um deren Arbeit zu unterstützen.

Eine Arbeit mit dem vieldeutigen Titel „Die Kuh vom Eis“ holte sich gleich zu Beginn der Auktion Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel. Das Werk stammt vom Berliner Künstler Helge Leiberg.

(Noch) nicht verkauft wurde ein Bild des Steinreicher Künstlers Micha Brendel, der in Hohendorf bei Golßen lebt und arbeitet. Unter dem Namen „Grüße mit Spätfolgen“ hat er sich, dem ohnehin ökologische Themen am Herzen liegen, der zunehmenden Verockerung einiger Spreewaldfließe gewidmet. Mit Schlamm aus der Vetschauer Reinigungsanlage und Blattgold schuf er ein in Aussage und Optik kontrastreiches Werk.

„Ich will so auf Widersprüche aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen“, sagte Brendel, der sich im Vorfeld des Symposiums im Radduscher Raum Inspiration geholt hatte.

Die verbliebenen Kunstwerke gehen nun auf Reisen: Sie werden demnächst in der Vertikale-Galerie des Landkreises Dahme-Spreewald in Lübben zu sehen sein, in der Burg Beeskow und im Museum Schloss Senftenberg.