Doch damit ist die Diskussion um die Campingplatzbrücke längst nicht abgeschlossen. Das entscheidende Wort spricht die Stadtverordnetenversammlung am 15. September.
In der Debatte um den Ausbau schwingt aber viel mehr mit als nur die Brückenbreite: Es ist gleichzeitig eine Entscheidung für die Zukunft von Lehde. Und das macht die Sache nicht einfach.
Geht es darum, die Zufahrt in das Lagunendorf zu verbessern, damit Anwohner schneller mit dem Pkw hinkommen und größere, beispielsweise Baufahrzeuge, passieren können, ist die Antwort eindeutig ja.
Geht es jedoch darum, so viel wie möglich Fahrzeuge nach Lehde zu bekommen, damit möglichst viele Gäste von dort aus den Spreewald erkunden, ist die Antwort nein. Eine ungehinderte Zufahrt kann Lehde nicht vertragen, schon gar nicht Parkplätze in der Größe des Platzes vor dem Kaufland. Dann geht die Idylle verloren und der Magnet verliert an Zugkraft.
Die Kommunalpolitiker werden sich eine pfiffige Lösung ausdenken müssen, die die beiden Pole miteinander verbindet. Gute Erreichbarkeit und Erhalt der Perle Lehde. Eine Herausforderung, bei der es nichts über das Knie zu brechen gilt.