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| 16:38 Uhr

Lübbenau
Der Frühling fliegt ein in Lübbenau

Lübbenau. In der Spreewaldstadt sowie in den Dörfern der Region besetzen die Störche wieder ihre Horste.

Er muss in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eingeflogen sein. Denn Bernd Elsner vom Nabu Calau sah den Storch am Freitagmorgen das erste Mal auf dem Horst in der Lübbenauer Gartensparte „Jugend“. Wie ein alter Bekannter an vertrautem Ort blickte er, ganz zufrieden wirkend, auf die Parzellen hinab und in Richtung Robert-Koch-Straße.

Jetzt muss nur noch der Partnerstorch kommen und dem Nachwuchs kann das Nest bereitet werden. Wie die ausgehängten Einträge nahe des Horstes zeigen, klappte das in den vergangenen Jahren recht gut. Zwischen 2007 und 2018 zogen die Störche in der Sparte „Jugend“ Jahr für Jahr ein bis vier Junge groß. Die großen Vögel scheinen wohlgelitten zu sein bei den Kleingärtnern, vermutet Bernd Elsner. Sonst wären die Aufzuchtzahlen nicht so erfreulich. Bis Mitte, Ende August voraussichtlich, sind die Störche nun Dauergäste in der Sparte.

Aber nicht nur dort. Laut Elsner sind die Adebare auch in der Bergstraße in der Lübbenauer Altstadt, in Groß Radden sowie in Vetschau im Storchenzentrum, in Raddusch und Repten eingeflogen. Der Raddener Storch war besonders früh dran und besetzte den Horst bereits am 1. März. Offenbar fristet er aber noch ein Einzelgängerdasein. Während in Repten, so der Naturschützer, das Paar bereits komplett ist.

Störche verschlingen Insekten, Würmer, Mäuse, Lurche und Kriechtiere. Man sei beim Nabu guter Hoffnung, sagt Bernd Elsner, dass von diesem Getier genügend aufzufinden sein wird für die Zugvögel. Derzeit sehe es, mit Blick in die Froschzäune, nicht so schlecht aus. Doch viel hänge davon ab, wie der Sommer wird. 2018 war das Storchenjahr in Brandenburg durchwachsen, vermeldete der Nabu. Ein verregneter Sommer mit Nässe und Kälte, der seine Opfer forderte, blieb den Tieren erspart. Dafür machte ihnen die lange Trockenheit zu schaffen. In der Spreewaldregion mit Feuchtwiesen und Auen indes fanden die Störche genügend Nahrung. Gerade auch, weil sie bei der Nahrungsaufnahme flexibel sind. So muss es auch für das Storchenpaar in der Sparte „Jugend“ gewesen sein. Es zog drei Junge groß.

 Da ist er ja wieder! Der Storchen-Horst in der Lübbenauer Kleingartensparte „Jugend“ ist seit Freitag erneut belegt.
Da ist er ja wieder! Der Storchen-Horst in der Lübbenauer Kleingartensparte „Jugend“ ist seit Freitag erneut belegt. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau