Rudi Babben aus Lübbenau hatte in den Ratskeller historisches Filmmaterial mitgebracht, das er in mühsamer Kleinarbeit aufgearbeitet und auf DVD gebannt hat. Zwei Kurzfilme sind so entstanden.
Der erste Film führte zum Autobahndreieck „Holledau“ (A9/A93) in Bayern. Von Messarbeiten an der Trasse bis zur Fertigstellung der Autobahn zeigte der Film die Arbeitstechnologie in den 30er-Jahren. Neben heute altmodisch anmutenden Maschinen war auch viel Handarbeit notwendig.
Der zweite Streifen berichtete über den Autobahnbau bei Groß Beuchow. Mit viel Liebe zum Detail wurden in diesem Film die alten Baustellenbilder punktgenauen Aufnahmen der heutigen Autobahnwirklichkeit gegenübergestellt. „Es war gar nicht so einfach, die Baustellen zuzuordnen“ , berichtete Rudi Babben in der Runde mit dem Calauer Heimatverein. Zum Beispiel anhand von Stromleitungen sei es gelungen, die genauen Orte zu ermitteln.
„Besonders interessant waren für uns die Aufnahmen von einem Ausflug von NUC-Mitarbeitern - der Energieversorgung - auf der leeren Autobahn Richtung Dresden kurz nach der Eröffnung 1939“ , sagte Johannes Kamenz, stellvertretender Vereinsvorsitzender. „Wo sieht man schon mal Oldtimer-Busse, die damals natürlich noch neu waren“ , ergänzte er. (an/jk)