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Poster und Karikaturen
„DENKanstöße“ eines Karikaturisten

Eine der denkanstössigen politischen Karikaturen Reiner Schwalmes bezieht sich auf die Auslandseinsätze deutscher Bundeswehrsoldaten.
Eine der denkanstössigen politischen Karikaturen Reiner Schwalmes bezieht sich auf die Auslandseinsätze deutscher Bundeswehrsoldaten. FOTO: Reiner Schwalme
Lübbenau. Die Stadt Lübbenau ehrt Reiner Schwalme zu seinem 80. Geburtstag mit einer Ausstellung im Rathaus. Sie wird am 4. Januar eröffnet.

Der Lübbenauer Bürgermeister Helmut Wenzel, Andreas Nicolai vom Cartoonmuseum Brandenburg und Jürgen Othmer, Vorsitzender Freunde der Lübbenaubrücke e.V., machen gemeinsame Sache. Sie wollen den Karikaturisten Reiner Schwalme mit einer Ausstellung im Foyer des Lübbenauer Rathauses zu seinem 80. Geburtstag gebührend ehren. Die Präsentation wird am 4. Januar eröffnet.

Laudator wird niemand Geringeres sein als ein Schauspieler, Sänger und Texter von heiteren Liedern, die republikweit bekannt wurden und nahezu drei Generationen im Gedächtnis geblieben sind: Lutz Jahoda. Der selbst nun schon 90-jährige Künstler hat mit Reiner Schwalme als Illustrator seiner Bücher zusammengearbeitet und nennt den Lübbenauer einen „Großmeister der Politsatire“.

Wie es in einem Ankündigungstext für die Ausstellung weiter heißt, ist in Lübbenau das erste Karikaturen-Pleinair 2004 in enger Zusammenarbeit von Stadt und Lübbenaubrücke mit Reiner Schwalme aus der Taufe gehoben worden. „Sein Ansehen unter Kollegen, seine zahlreichen Auszeichnungen und seine gute Vernetzung in der Szene haben wesentlich dazu beigetragen, dass das Spreewaldatelier in Lübbenau bei vielen Künstlern eine hohe Wertschätzung erfährt“, heißt es weiter.

Reiner Schwalme studierte in Berlin Gebrauchsgrafik, zeichnete Illustrationen für verschiedene Verlage und fand später zur gezeichneten Satire, informiert die Lübbenaubrücke weiter. Mehr als 50 Jahre habe er täglich die politische Karikatur für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften gezeichnet. Seine Arbeiten seien von einem unverwechselbaren, flüssigen Strich.

Dabei habe er sich stark gemacht für Gerechtigkeit. Toleranz und Frieden. Die Verlierer seien es, die Schwachen und Nichtcleveren der Gesellschaft, denen Schwalmes Sympathie gehöre. Seine Karikaturen gehörten zu den am meisten prämierten in der Bundesrepublik.

Im hohen Alter von nun von 80 Jahren finde Reiner Schwalme ein Stück zurück zur Gebrauchsgrafik und gestalte im Eigenauftrag Plakate zu unterschiedlichen und aktuellen Themen, von denen eine Auswahl in der Lübbenauer Ausstellung gezeigt werden. Zu sehen sein wird die Ausstellung bis zum 23. Februar während der Öffnungszeiten des Rathauses am Kirchplatz.