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Delphinbad ist Lübbenauern wichtig

FOTO: Preikschat
Lübbenau. Die Ergebnisse einer Umfrage der Lübbenaubrücke beim Lindenfest am 10. September liegen jetzt vor. Per Abstimmungsprinzip wie bei einer Wahl wurden die Bürger in der Neustadt beteiligt – und gaben ein klares Votum ab. Daniel Preikschat

Bei der Kommunalwahl darf der Bürger drei Kreuze hinter die Namen der Kandidaten setzen. Beim Lindenfest kürzlich auf dem Oer-Erkenschwick-Platz in der Lübbenauer Neustadt lief es ähnlich. Allerdings wurden nicht drei Kreuze auf einem Wahlzettel gemacht, sondern fünf Legosteine in Gläser geworfen wurden. Sieben an der Zahl standen zur Auswahl, mit dem Einwerfen des Steins beantwortete der Bürger die jeweils gestellte Frage mit Ja.

Die meisten Ja-Stimmen bekam mit großem Abstand das Schwimmbad Delphin - 147 von insgesamt 460, die abgegeben wurden. Ob ihnen die Einrichtungen wichtig ist, wurde gefragt. Aus Sicht Jürgen Othmers von der Lübbenaubrücke, die sich die Umfrage einfallen ließ, ein Indiz dafür, dass die geplante Sanierung ganz im Sinne der Lübbenauer ist. Eher nachdenklich indes machen die zweitmeisten Ja-Stimmen für die Frage: "Vermissen Sie gastronomische Angebote in der Lübbenauer Neustadt?" 80 Legosteinchen landeten in dem entsprechenden Glas

Dass die Sportanlagen in der Stadt, Integration und Kommunikation verbessern, scheint ebenfalls unstrittig. Immerhin 72 Mal wurde diese Frage bejaht. Zu schätzen wissen die Lübbenauer laut dem Umfrage-Ergebnis aber auch Kunst im öffentlichen Raum und gemeinsames Engagement für Flüchtlinge. 50 beziehungsweise 45 Legosteine wurden eingeworfen. Kaum weniger Stimmen, nämlich 43, gab es für die Frage: "Ist der Skulpturenpark Alter Friedhof für Sie eine wichtige Grünanlage in der Stadt Lübbenau?" Das Areal darf derzeit wegen Astbruchgefahr nicht betreten werden. Die Stadt, so Othmer, sei mit der Kirche im Gespräch, es zu erwerben.

Gern ein paar Legosteine mehr als nur 23 hätten man sich in der Lübbenaubrücke wohl in dem Glas gewünscht, das zu der Frage gehörte: "Möchten Sie auf ehrenamtlicher Basis Lübbenau mitgestalten oder mitentwickeln?"

Die Umfrage sei selbstverständlich nicht repräsentativ, sagt Jürgen Othmer. Der Lübbenaubrücke sei es darauf angekommen, die Besucher des Lindenfestes nicht nur zu bespaßen. Vielmehr sollten sie sich auch mit der Stadtentwicklung auf eine einladend spielerische Weise gedanklich auseinandersetzen dürfen. Die Ergebnisse speichere man ab. Es sei daran gedacht, die Umfrage zu wiederholen, möglicherweise in veränderter Form.